09.11.2018, 10.52 Uhr

21 Jungen 15 Jahre lang missbraucht: Gerichtsurteil gegen pädophilen Kinderarzt aufgehoben - aus DIESEM Grund

21 Jungen hatte der pädophile Kinderarzt über viele Jahre sexuell missbraucht. (Symbolbild)

21 Jungen hatte der pädophile Kinderarzt über viele Jahre sexuell missbraucht. (Symbolbild) Bild: fotolia (Symbolbild)

Ein Kinderarzt aus Augsburg verging sich über 15 Jahre lang an 21 seiner minderjährigen Patienten. Sein jüngstes Opfer war gerade einmal vier Jahre alt. Dafür wurde der Mediziner im März 2016 zu 13 Jahren Haft verurteilt. Damit er auch im Anschluss niemals wieder einem wehrlosen Kind schaden kann, wurde außerdem Sicherungsverwahrung angeordnet sowie ein Berufsverbot auf Lebenszeit ausgesprochen.

Gericht hebt Urteil gegen Pädophilen mit unglaublicher Begründung auf

Bei der Verhandlung vor zweieinhalb Jahren hatte der 43-Jährige seine abscheulichen Taten auch uneingeschränkt zugegeben. Mit einem Strafmaß von 13 Jahren blieb der damalige Richter nur geringfügig unter der für solche Verbrechen vorgesehenen Höchststrafe von 15 Jahren.
Der Anwalt des pädophilen Mediziners hatte maximal acht Jahre Haft sowie die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik zur Therapie seines Mandanten gefordert.

Jetzt hat der Bundesgerichtshof das Urteil wieder aufgehoben. Die unglaubliche Begründung der Karlsruher Richter: Der Angeklagte sei aufgrund seiner Pädophilie nur vermindert schuldfähig, denn wegen seiner pädophilen Neigung bestehe "eine erhebliche Beeinträchtigung der Steuerungsfähigkeit des Angeklagten", womit eine verminderte Schuldfähigkeit nicht auszuschließen sei.

Entgeht der widerliche Kinderarzt jetzt seiner gerechten Strafe?

Deshalb wird der Fall nochmals neu aufgerollt und von einer anderen Strafkammer verhandelt. Auch ein neues Gutachten wird erstellt. Es sind 18 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll am 29. Januar 2019 verkündet werden.

Fünfjähriger betäubt, entführt, missbraucht und dann einfach ausgesetzt

Im Jahre 2014 machte eine besonders widerliche Tat des Arztes bundesweit Schlagzeilen. Der Pädophile hatte damals einen Fünfjährigen im niedersächsischen Garbsen entführt. Zu dieser Zeit hatte der Augsburger in Hannover gearbeitet. Er lockte das arglose Kind in sein Auto und betäubte es dann mit Medikamenten. Anschließend brachte er es in seine Wohnung und verging sich an dem kleinen Jungen. Nach seiner abscheulichen Tat setzte er das noch immer von den Medikamenten benommene Kind hunderte Kilometer von dessen Heimatort entfernt aus.

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soj/loc/news.de
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