09.11.2018, 08.24 Uhr

Winter-Wetter 2018/19 Deutschland aktuell: Bekommen wir in diesem Jahr endlich weiße Weihnachten?

Stehen Deutschland weiße Weihnachten 2018 bevor - oder bleibt der Schnee im Dezember aus?

Stehen Deutschland weiße Weihnachten 2018 bevor - oder bleibt der Schnee im Dezember aus? Bild: Matthias Bein / ZB / picture alliance / dpa

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind im Dezember, sondern auch die Frage, wie das Wetter zu Weihnachten wird. Gibt es endlich wieder weiße Weihnachten mit viel Schnee oder bleibt der Flockenzauber zum Christfest aus? Die Antwort darauf haben Meteorologen parat, die bereits jetzt im November einen Ausblick auf das Wetter zu Weihnachten 2018 wagen.

Weiße Weihnachten 2018? Der Winter lässt in Deutschland bislang auf sich warten

Der aktuelle Blick aufs Thermometer lässt die Hoffnungen auf weiße Weihnachten so rapide schmelzen wie Schnee in der Sonne. Meteorologischen Aufzeichnungen zufolge lag der Monat Oktober 2018 mit ungewöhnlichen hohen Temperaturen ebenso außerhalb der Norm wie die ersten Tage im November, an denen gebietsweise bis zu 20 Grad Celsius in Deutschland gemessen wurden. Nur einzelne Schneeflocken in Deutschland deuteten bislang den Übergang zu Herbst und Winter an, wie auch "weather.com" zusammenfasst.

Schnee-Prognose zu Weihnachten! So stehen die Chancen im Dezember 2018

Ersten Prognosen der Meteorologen zufolge dürfte sich der Wärme-Trend auch im weiteren Verlauf des Monats November fortsetzen. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Mitteleuropa sollen im vorletzten Monat des Jahres milde Temperaturen vorherrschen - selbst Anfang Dezember dürften beißender Frost und Schneefall ausbleiben. Ganz ohne Schnee und Kälte könnte sich der Winter 2018/2019 jedoch nicht zeigen, wie die Wettervorhersage vermuten lässt: Teilen Deutschlands steht im Dezember zumindest eine Kostprobe des Winter-Wetters bevor. Die Chancen auf weiße Weihnachten könnten in diesem Jahr im Osten Deutschlands am günstigsten sein - denn die neuen Bundesländer erwischen in den Wintermonaten am wahrscheinlichsten eisige Ströme aus Osteuropa.

So beeinflusst "El Nino" im Pazifik das Winter-Wetter in Deutschland

Kommt der Winter 2018/2019 also erst mit voller Wucht im neuen Jahr nach Deutschland? Bislang wollen sich Meteorologen noch nicht auf eine Langzeitprognose festnageln lassen. Wetterbeobachtungen der jüngsten Vergangenheit lassen Rückschlüsse zu, wie das Wetter in den Wintermonaten werden könnte. Bei "weather.com" wird dies am Beispiel des Wetterphänomens "El Nino" erklärt.

Ungefähr aller vier Jahre sorgt die Strömung für ungewöhnliche hohe Wassertemperaturen in den Küstengebieten Südamerikas. Ähnlich verhält es sich mit Temperaturanstiegen in den Gewässern vor Indonesien, die Meteorologen als "La Nina" bezeichnen. Zwar finden diese Wetterphänomene tausende Kilometer von Deutschland entfernt statt, doch das europäische Winterwetter wird dadurch dennoch beeinflusst. Meteorologische Beobachtungen haben ergeben, dass "La Nina" meist einen milden Winter nach Deutschland bringt, es jedoch klirrend kalt in Deutschland wird, wenn sich "El Nino" im Pazifik zusammenbraut.

Fans eines schneereichen und kalten Winters dürfen auf Flockenpracht und Minusgrade hoffen, denn für den Winter 2018/2019 hat sich eine besonders intensive "El Nino"-Strömung angekündigt. Der Norden Europas könnte deshalb einen klirrend kalten Winter abbekommen, während im Mittelmeerraum überdurchschnittlich viel Niederschlag droht.

Wetter im Winter 2018/2019: Verkünden wenige Sonnenflecken Frost und Schnee in Massen?

Einen weiteren Anhaltspunkt dafür, wie sich das Wetter im Winter 2018/2019 gestaltet, gibt die Beobachtung der Sonne - oder vielmehr der Sonnenflecken, die wiederum Rückschlüsse auf das Wettergeschehen zulassen. Als Faustregel gilt: Je mehr Sonnenflecken zu beobachten sind, umso höher sind die Sonnenaktivitäten, was wiederum milderes Wetter mit sich bringt. Durchläuft die Aktivität der Sonne jedoch eine ruhige Phase, nimmt die Frequenz der Sonnenflecken ab - auf der Erde macht sich das in der Regel mit Kälte und strengen Wintern. Zuletzt waren Ende 2008 besonders wenige Sonnenflecken zu beobachten - die darauffolgenden Winter fielen ungewöhnlich frostig und schneereich aus. Da ein Sonnenzyklus im Schnitt zehn bis elf Jahre dauert, stehen die Chancen auf einen weiteren strengen Winter, bedingt durch geringe Sonnenaktivität, also günstig.

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loc/kad/news.de
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