05.11.2018, 13.11 Uhr

Maddie McCann seit 11 Jahren vermisst: Suche gefährdet! Ruiniert DIESER Cop die Eltern von Madeleine?

Kate und Gerry McCann bei einem Interview zum Verschwinden ihrer Tochter Madeleine.

Kate und Gerry McCann bei einem Interview zum Verschwinden ihrer Tochter Madeleine. Bild: Joe Giddens/PA Wire/dpa

2007 verschwindet die damals dreijährige Maddie McCann spurlos aus einer Ferienanlage in Portugal. Die portugiesischen Ermittler gehen aufgrund der Aussagen von Maddies Eltern und der Indizien-Lage von einer Entführung aus. Einer hingegen, Chefermittler Goncalo Amaral, äußerte schon früh den Verdacht, Madeleine hätte einen tödlichen Unfall gehabt, den die Eltern zu vertuschen versuchten.

Chefermittler im Fall Maddie McCann wirft Eltern Vertuschung ihres Todes vor

2008 stellten die portugiesischen Behörden die Ermittlungen im Fall Maddie ergebnislos ein. Erst 2011 wurde der Fall aufgrund neuer Erkenntnisse von der britischen Polizei neu aufgerollt. Da hatte Amaral seine ganz eigene Theorie allerdings längst in Buchform gegossen. Und ordentlich Geld damit verdient. Laut "The Sun" hatte er alleine 2008-2009 über 340.000 Euro mit dem in mehrere Sprachen übersetzten Buch eingenommen. Dazu kamen 40.000 Euro für eine DVD zum Buch. Gerüchte um einen Nachfolger begannen ebenfalls zu kursieren.

Maddies Eltern erwirken Verkaufsstopp für Goncalo Amarals Buch

2009 erwirkten Maddies Eltern eine einstweilige Verfügung gegen das Buch, was einen Verkaufsstopp mit sich brachte. Bis 2015 zog sich der Fall hin, dann wurde den Eltern in einem Urteil Recht gegeben. Doch selbiges wurde wenig später vom Obersten Gerichtshof Portugals kassiert und Amaral eine Entschädigung zugesichert.

Weitere Suche gefährdet! Entschädigungsforderungen würden Maddies Eltern ruinieren

Amaral fordert nun eine Entschädigung von über 850.000 Euro für die "Verdienstausfälle" während des Kaufstopps für sein Buch. Das würde das Ende für die Stiftung bedeuten, mit der die Suche nach der kleinen Maddie aktuell finanziert wird. Um das zu verhindern, zogen Maddies Eltern nun vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Eine Entscheidung in dem Fall könnte sich bis 2021 hinziehen. Wichtige Zeit, die Maddies Eltern nicht ungenutzt verstreichen lassen wollen und darum die Suche, die bereits Millionen verschlungen hat, unvermindert fortsetzen.

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pap/jat/news.de
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