29.10.2018, 10.49 Uhr

Terroranschlag auf Deutsche Bahn?: ICE-Strecke bei Nürnberg manipuliert - Drohschreiben gefunden

Nur knapp entging die Bahn Anfang Oktober einem Anschlag. (Symbolbild)

Nur knapp entging die Bahn Anfang Oktober einem Anschlag. (Symbolbild) Bild: picture alliance/Jan Woitas/ZB/dpa (Symbolbild)

Auf der ICE-Strecke von Nürnberg in Richtung München ist es dem bayerischen Landeskriminalamt (LKA) zufolge vor rund drei Wochen zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Auf Höhe des mittelfränkischen Allersberg habe der Zugführer während der Fahrt ein verdächtiges Geräusch bemerkt und am Endbahnhof in München Schäden am ICE festgestellt, erklärte ein LKA-Sprecher am Montag.

Stahseile über Gleise gespannt!

Ermittler fanden später an der Strecke ein Drohschreiben in arabischer Sprache. Es sei allgemein gehalten, ohne auf ein konkretes Ereignis hinzuweisen. "Wir nehmen es trotzdem sehr ernst", sagte der Sprecher. Nun ermittele die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus.

Laut "Bild"-Zeitung hatten Unbekannte auf der Strecke ein Stahlseil über die Gleise gespannt und Holzkeile auf die Schienen montiert. Das LKA wollte zunächst nicht von einem Anschlag sprechen, die Rede war von einem gefährlichen Eingriff in den Zugverkehr.

So knapp entgingen wir einer Katastrophe!

Es sei ein "Drohschreiben in arabischer Schrift" gefunden worden. Außerdem sei ein arabisches Graffiti an einem Brückenpfeiler angebracht gewesen, so "Bild" weiter. In dem Schreiben sei außerdem mit weiteren Anschlägen gedroht worden, ohne jedoch konkrete Anschlagsziele zu nennen.

Der Lok-Führer durchbrach die Sperre, die auf Höhe Allersberg, 25 Kilometer vor Nürnberg angebracht worden war, ohne das der ICE entgleiste, wie "ntv" berichtet. Er habe nur ein seltsames Geräusch vernommen und zunächst an einen Kurzschluss gedacht, wie "Bild" weiter ausführt. Die Strecke ist Teil einer erst vergangenes Jahr eröffneten Schnellfahrstrecke zwischen München und Berlin. Hier sind ICE-Züge mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde unterwegs. Ein Entgleisen des Zuges hätte also verheerende Folgen gehabt.

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soj/rut/news.de/dpa
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