09.10.2018, 11.27 Uhr

Unglaublicher Justizskandal: Kinderschänder kommt frei, weil Richter schlampt!

Weil ein Richter geschlampt hat, konnte Bernd R. ein weiteres Kind missbrauchen.

Weil ein Richter geschlampt hat, konnte Bernd R. ein weiteres Kind missbrauchen. Bild: picture alliance / Patrick Pleul / dpa

Ein achtjähriges Mädchen muss ein Jahr lang unter dem sexuellen Missbrauch des einschlägig vorbestraften Pädophilen Bernd R. leiden. Und das nur, weil ein Richter seiner Arbeit nicht anständig nachgekommen ist.

Weil ein Richter Akten verschlampt, kommt der verurteilte Kinderschänder frei

Es klingt unglaublich, durch welch schockierend fahrlässiges Verhalten der gefährliche Kinderschänder Bernd R., anstatt weiterhin in Sicherheitsverwahrung zu bleiben, plötzlich wieder freikam! Und wieder ein Kind schändete...

"Die Fahrlässigkeit eines Berliner Richters" habe dem einschlägig vorbestraften Kinderschänder zur Freiheit verholfen, berichtet die "Bild". Akten seien verschlampt worden, Verteidigungsanträge ignoriert, Gutachten verschlafen und dann auch noch Termine frisiert worden.

Pädophiler sucht sich sofort ein neues Opfer

Laut dem "Tagesspiegel", sei Bernd R. nach seiner unverhofften Freilassung im Juni 2015 ins Berliner Umland gezogen. Er habe eine sozial schwache Familie aus Berlin kennengelernt. Die arglosen Eltern waren dankbar, dass sich der inzwischen als Staplerfahrer arbeitende Mann um ihre kleine Tochter kümmerte. Doch der gefährliche Kriminelle verging sich über ein Jahr immer wieder an dem heute achtjährigen Mädchen.

Dabei hätte Bernd R. gar nicht auf freiem Fuß sein dürfen! In seinem Fall stellten die Gutachter eindeutig fest, dass er noch immer gefährlich ist und deshalb auch nach Verbüßen seiner Haftstrafe nicht entlassen werden darf. Deshalb befand sich der heute 57-Jährige bereits seit 2008 in Sicherungsverwahrung. Jedes Jahr muss jedoch neu geprüft werden, ob eine weitere Verwahrung nötig ist. Doch als der Fall von Bernd R. 2015 neu geprüft werden sollte, wurde offenbar ganz großer Mist gebaut!

Kinderschänder war bereits mehrfach vorbestraft

Nun fragen sich alle: Wie konnte solch eine Schlamperei passieren? Bernd R. ist kein unbeschriebenes Blatt. 1992 ersticht er eine Bekannte. Bernd R., der zur Tatzeit betrunken war, kommt dank mildernder Umstände mit nur dreieinhalb Jahren Haft davon. Gleich kurz nach seiner Entlassung zündet er ein Wohnhaus an. Schließlich vergeht sich der Pädophile an seinem eigenen Sohn. Mehrfach zwingt er den damals 15-jährigen Jungen zum Sex. 2003 wird er hierfür in 17 Fällen verurteilt.

Am 21. August 2018 wurde Bernd R. erneut festgenommen. Der Haftbefehl erging nur einen Tag später. Sein Mandant sei geständig, teilt sein Anwalt mit. Kurz nach seiner Verhaftung soll der mehrfache Kinderschänder einen Nervenzusammenbruch erlitten haben. Daher ist er nun im angenehmeren Haftkrankenhaus und nicht im Gefängnis. Wann der Prozess beginnen wird, ist noch nicht bekannt.

Wie konnte es zu solch einer Schlamperei kommen?

Ebenfalls unklar ist, ob und welche Folgen diese unglaubliche Schlamperei für den betroffenen Richter haben wird. Das Landgericht sprach seinerzeit offiziell von "starker persönlicher Überlastung" und "ungeordneter Aktenführung". Und deshalb hat ein kleines Mädchen nun ein lebenslanges Trauma davonzutragen.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

soj/sba/news.de
Unwetter im Oktober 2018 aktuellAsteroid 2918 UAMichael SchumacherNeue Nachrichten auf der Startseite