08.10.2018, 13.05 Uhr

Polizeieinsatz in Bad Oldesloe eskaliert: Von Polizei erschossener Obdachloser war offenbar psychisch krank

In Schleswig-Holstein erschießt die Polizei einen Obdachlosen. Warum ist vollkommen unklar. (Symbolbild)

In Schleswig-Holstein erschießt die Polizei einen Obdachlosen. Warum ist vollkommen unklar. (Symbolbild) Bild: wellphoto / Fotolia

Bei einem Einsatz in Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein) hat ein Polizeibeamter am Sonntag einen jungen Obdachlosen erschossen.Der Beamte, der den Schuss abgefeuert hatte, konnte nach Angaben der Polizei am Sonntag noch nicht vernommen werden. "Der Kollege steht unter Schock", sagte ein Sprecher am Montagmorgen.Weshalb genau der Polizist schoss, sollen die laufenden Ermittlungen klären.

Von Polizei erschossener Obdachloser war offenbar psychisch krank

Bei dem Toten handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 21-jährigen Deutschen. Die Polizei hatte das Alter des Mannes zunächst mit 22 angegeben. Er sei noch am Ort des Geschehens gestorben, dort sei unter anderem auch ein Messer mit einer Klingenlänge von 18 Zentimetern gefunden worden. Am Montag teilteChristian Braunwarth, Sprecher der Staatsanwaltschaft mit, dass der in Bad Oldesloe von einem Polizisten erschossene Obdachlose offenbar psychisch krank war. Er sei jedoch nicht als gefährlich eingestuft worden, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck weiter.

Tödlicher Polizeieinsatz in Bad Oldesloe: Warum schoss der Polizist?

Weshalb genau der Beamte schoss, teilten weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft mit. So blieb zunächst auch offen, ob es nur einen tödlichen Schuss gab oder ob mehrere fielen. Die genauen Umstände seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen, hieß es.

Zu dem Polizeieinsatz war es am Sonntag um 11.25 Uhr gekommen. Über Notruf war am Sonntagmittag zuvor gemeldet worden, dass sich im Bereich der Schwimmhalle in Bad Oldesloe jemand mit einem Messer in der Hand aufhalte, hieß es. Als die Polizei mit drei Streifenwagen anrückte, trafen die Beamten den Gesuchten gut 300 Meter entfernt davon an. Schließlich sei es zu dem Schuss gekommen. Die Lübecker Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei ermitteln.

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pap/news.de/dpa
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