04.10.2018, 14.09 Uhr

KitKatClub Berlin: Hirnhautentzündung nach Besuch im Sex-Club - Keine weiteren Fälle bekannt

Ein Gast des Berliner Sexclubs KitKatClub steckte sich mit Meningitis an, nun besteht auch für andere Gäste Lebensgefahr.

Ein Gast des Berliner Sexclubs KitKatClub steckte sich mit Meningitis an, nun besteht auch für andere Gäste Lebensgefahr. Bild: sakkmesterke / Fotolia

Nach einem Fall von ansteckender Hirnhautentzündung im Berliner KitKatClub sind dem Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (Lageso) bislang keine weitereren Erkrankungen oder Verdachtsfälle bekannt geworden. Das teilte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag auf Anfrage mit. Laut "Tagesspiegel" (Donnerstag) suchten nach einem Aufruf einer Berliner Bezirksbehörde jedoch zahlreiche besorgte Menschen Kliniken auf. Die Erkrankung kann schlimmstenfalls lebensbedrohlich sein.

Gast des Berliner Sexclubs KitKatClub steckte sich mit Meningitis an

Am Dienstag hatte das Bezirksamt Berlin-Reinickendorf Menschen, die am vergangenen Samstag (29. September) in dem Club feiern waren, zum unverzüglichen Arztbesuch aufgerufen. Auch der Techno-Club selbst, in dem es sexuell recht freizügig zugeht, informierte auf seiner Facebook-Seite über die Erkrankung eines Besuchers an einer bakteriellen Hirnhautentzündung (Meningokokken-Meningitis). Leider gehe es ihm sehr schlecht, er habe nicht zu Kontaktpersonen im Club befragt werden können, hieß es.

Ansteckung erfolgt über Flüssigkeiten aus Mund- und Rachenraum

Die Ansteckung erfolge über Flüssigkeiten aus dem Mund- und Rachenraum. "In der Regel ist dazu ein sehr enger Kontakt nötig. Die vorbeugende Behandlung besteht üblicherweise aus der Einnahme eines Antibiotikums", hieß es. Der Club ist als sehr freizügig bekannt, die Gäste können dort vor den Augen anderer Sex haben.

Ansteckende Hirnhautentzündung kann lebensbedrohlich verlaufen

Typische Symptome einer Meningokokken-Meningitis sind starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, Nackensteifigkeit und schwerstes Krankheitsgefühl. Für eine Ansteckung über Flüssigkeiten aus dem Mund- und Rachenraum sei in der Regel ein sehr enger Kontakt nötig, hatte das Bezirksamt mitgeteilt.

Laut Lageso haben in der Regel Kontaktpersonen von Erkrankten in einem Haushalt das höchste Ansteckungsrisiko. Generell sei die Erkrankung sehr selten, die Ansteckungsfähigkeit werde als gering eingeschätzt.

Gesundheitszustand des Infizierten sehr schlecht

Der Club hat sich inzwischen selbst geäußert und gab bekannt: "Leider geht es dem erkrankten Gast sehr schlecht, deshalb war es auch nicht möglich, zu erfragen, mit wem er näheren Kontakt bei uns im Club hatte." Deshalb sei es für alle Partygäste des Abends dringend empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.

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pap/news.de/dpa
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