10.10.2018, 13.14 Uhr

Bundeswehr-Testgelände: Moorbrand auf Militärgelände bei Meppen endlich gelöscht

Seit zwei Wochen brennt ein Moor bei Meppen.

Seit zwei Wochen brennt ein Moor bei Meppen. Bild: dpa

Weil aufkommender Sturm den Moorbrand auf einem Bundeswehr-Testgelände in Niedersachsen frisch anfacht, hat der Landkreis Emsland am Freitag den Katastrophenfall ausgerufen. Eine Evakuierung der Gemeinden Groß Stavern und Klein Stavern mit rund 1000 Einwohnern könne nicht mehr ausgeschlossen werden, teilte Landrat Reinhard Winter mit. "Eine ganz konkrete Prognose ist derzeit nicht möglich, dennoch ist zu erwarten, dass sich Rauchbelästigung und Funkenflug verschärfen."

Der großflächige Moorbrand war vor mehr als zwei Wochen infolge von Raketentests der Bundeswehr ausgebrochen. Rauch zog zeitweise zu Orten, die mehr als 100 Kilometer von dem Brand entfernt liegen.

Moorbrand in der Nähe von Meppen eskaliert - Katastrophenfall im Emsland ausgerufen

Der Landkreis sei gut vorbereitet und wolle keine Unruhe erzeugen. "Da der Schutz der Bevölkerung für uns an erster Stelle steht, möchten wir aber die Staverner frühzeitig darauf aufmerksam machen, dass eine Evakuierung nicht mehr undenkbar ist."

Treten Unwetter, Überschwemmungen oder andere Naturgewalten auf, ist das nicht automatisch ein Katastrophenfall. Von einer Katastrophe sprechen Behörden erst, wenn die Bedrohung von vielen Menschen, umfangreichen Sachwerten oder natürlichen Lebensgrundlagen so gravierend ist, dass die betroffene Kommune überfordert ist.

Das bedeutet, dass die Lage nur beherrscht werden kann, indem überregional Einsatzkräfte alarmiert werden und ein Krisenstab eingerichtet wird. Ist das der Fall, wird der Katastrophenfall ausgerufen. Der Katastrophenfall ist dabei gleichlautend mit Katastrophenalarm.

Bundeswehr bekämpft Moorbrand mit Transport- und Tornado-Flugzeugen

Die Bundeswehr will den bei Meppen im Emsland schwelenden Moorbrand mit Transportflugzeugen und Tornado-Jets bekämpfen. Die Tornados sollten ab Samstagnachmittag zum Einsatz kommen, sagte Oberst Thomas Groeters bei einer Lagebesprechung vor Ort.

Die Jets sollen Fotos und Wärmebildaufnahmen des Moorgebietes machen, um Glutnester im Boden zu sichten, die sonst nur schwer zu entdecken sind, berichteten "Neue Osnabrücker Zeitung" und Ostfriesen-Zeitung". Vorher fliegt die Luftwaffe mit Hubschraubern Löscheinsätze über dem Gebiet.

Am Samstag macht sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in der Moorbrand-Region im Emsland ein Bild der Lage.

Update vom 10.10.2018: Moorbrand auf Militärgelände bei Meppen gelöscht

Der Moorbrand auf einem Militärgelände bei Meppen ist nach Angaben der Bundeswehr gelöscht. Bilder eines Aufklärungsfluges hätten keine Brandnester mehr gezeigt, teilte die Bundeswehr am Mittwoch mit. Das Feuer war am 3. September nach einem Waffentest ausgebrochen.

 

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rut/news.de/dpa
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