03.09.2018, 15.03 Uhr

Großbrand in Ingolstadt: Nach Explosion in Raffinerie zahlreiche Schäden in der Umgebung

In Ingolstadt steht eine Raffinerie in Flammen.

In Ingolstadt steht eine Raffinerie in Flammen. Bild: dpa

Acht Menschen sind bei einer Explosion und einem anschließenden Großbrand auf dem Gelände der Raffinerie Bayernoil in Vohburg an der Donau verletzt worden. Zunächst sollten nach Polizeiangaben 1800 Menschen aus umliegenden Häusern wegen der Rauchentwicklung ihre Wohnungen verlassen. Nach rund drei Stunden löste sich die Rauchwolke teilweise auf - und die Menschen konnten zurück in ihre Wohnungen, wie Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord sagte.

Katastrophenalarm ausgelöst! Großbrand nach Explosion in Raffinerie

Das Landratsamt Pfaffenhofen an der Ilm löste laut Polizei Katastrophenalarm aus. Dies sei eine Entscheidung der Einsatzleitung gewesen, damit die Kräfte optimal zusammenarbeiten können, sagte Kammerer. Wie es zu der Explosion und dem Feuer kam, war zunächst noch unklar.

"Die Feuerbekämpfung läuft auf vollen Touren", so der Sprecher weiter. «Die Lage hat sich nur insofern entspannt, dass die Evakuierung der Anwohner nicht mehr nötig ist.» Weiter gab es demnach mehrere Brandstellen auf dem Gelände, die Flammen waren nicht unter Kontrolle. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot von etwa 400 Kräften vor Ort.

Polizei meldet zehn Verletzte bei Explosion nahe Ingolstadt

Bei der Explosion in der Raffinerie sind nach ersten Erkenntnissen mehr als 100 Gebäude in der Umgebung des Unternehmens beschädigt worden. Dies sagte eine Sprecherin von Bayernoil am Montag. Viele der Geschädigten hätten sich bereits per E-Mail gemeldet. Das Unternehmen hat die Anwohner aufgefordert, die Schäden zu dokumentieren und die Reparaturrechnungen bei Bayernoil einzureichen. Infolge der Druckwelle waren unter anderem Fenster und Türen eingedrückt worden.

Bei der Explosion und dem anschließenden Großbrand auf dem Betriebsgelände in Vohburg an der Donau waren am Samstagmorgen nach Angaben der Polizei zehn Menschen verletzt worden. Zudem entstand ein Millionenschaden. Die genaue Schadenshöhe ist bislang ebenso unklar wie die Ursache des Unglücks. Nach Angaben des Polizeipräsidiums in Ingolstadt können die Fahnder der Kripo immer noch nicht direkt am Brandort ermitteln, weil sich Glutnester lange gehalten haben. Das Landratsamt Pfaffenhofen an der Ilm hatte wegen des Unglücks am Samstag vorübergehend Katastrophenalarm ausgelöst.

Videos im Netz zeigen lodernde Flammen

Auf Videos, die Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter im Internet verbreiteten, waren hell lodernde Flammen zu sehen. Das Unternehmen schrieb auf seiner Homepage im Internet von einer "Störung".

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bua/news.de/dpa
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