05.09.2018, 18.19 Uhr

Neue Gesetze ab 01.09.2018: Kfz-Steuer, Sparkasse und Co.! Die aktuellen Gesetzesänderungen

Das ändert sich ab September 2018 für die deutschen Verbraucher.

Das ändert sich ab September 2018 für die deutschen Verbraucher. Bild: news.de-Montage/dpa

Pünktlich zum 1. September 2018 gibt es für Verbraucher wieder einige neue Gesetze, die Sie kennen sollten. Wer sich ab September eine neues Auto, Möbel oder eine Lampe anschaffen will, sollte diese Gesetzesänderungen kennen. Hier finden Sie die wichtigsten Neuerungen im Überblick!

Neue Gesetze ab 1. September 2018 - Die wichtigsten Gesetzesänderungen für Deutschland im Überblick

  • EU läutet Ende der Halogenlampe ein
  • Kfz-Steuer steigt für viele
  • Ikea will gebrauchte Möbel zurückkaufen
  • Ryanair verschärft Regeln für Handgepäck
  • Sparkassen-Kunden müssen sich umgewöhnen

Ab 1. September läutet die EU das Ende der Halogenlampe ein

Nach der Glühbirne verschwindet in der EU nun auch die Halogenlampe vom Markt. Um Energie zu sparen, ist vom 1. September an in allen 28 EU-Staaten das Inverkehrbringen besonders energiehungriger Halogenlampen verboten. Betroffen sind vor allem die meist birnen- und kerzenförmigen Leuchten der Energieklasse D mit ungebündeltem Licht. Stattdessen werden künftig hauptsächlich Energiesparlampen und LEDs in den Regalen liegen. Ausnahmen wird es etwa für platte Spotlampen, wie sie bei Deckenstrahlern genutzt werden, und für Halogenlampen in Schreibtischlampen oder Flutlichtern geben. Restbestände dürfen auch über September hinaus noch verkauft werden.

Hintergrund des schrittweisen Auslaufens der Halogenlampe ist die sogenannte Ökodesign-Richtlinie der EU. Sie legt Anforderungen an die Energieeffizienz von Produkten fest. Eigentlich hätten die Halogenlampen schon 2016 vom Markt verschwinden sollen. Damals entschieden sich die EU-Staaten jedoch für eine Fristverlängerung. Seit 2012 sind in der EU konventionelle Glühlampen verboten.

Neuerungen für Autofahrer - Abgastest für Neuwagen führt bei vielen Deutschen zur Erhöhung Kfz-Steuer

Auch die deutschen Autofahrer müssen angesichts strengerer Abgastests bei Fahrzeugen mit einigen Neuerungen rechnen.Vom 1. September an dürfen nur noch Autos neu zugelassen werden, die den neuen, realitätsnäheren Prüfstandard WLTP zur Ermittlung von Emissionen und Verbrauch durchlaufen haben. Das hat Auswirkungen auch auf die Kfz-Steuer. Diese wird nach dem Hubraum und dem CO2-Wert des Fahrzeugs bemessen, der sich aus dem Spritverbrauch ergibt. Vom 1. September an wird die Kfz-Steuer für neu zugelassene Pkw nach den WLTP-Werten berechnet - im Vergleich zum alten Prüfstandard werden überwiegend höhere Emissionswerte erwartet.

Deswegen werde die Umstellung auf WLTP dafür sorgen, dass die Kfz-Steuer für viele Autofahrer, die ihr Fahrzeug nach dem Stichtag erstmals zulassen, höher ausfällt, sagte Becker. WLTP ergebe höhere Referenzwerte für die Steuer. "Im Ergebnis führt die Umstellung zu einer spürbaren Erhöhung der KFZ-Steuer." Wie Sie trotz Kfz-Steuererhöhung dennoch Geld sparen können, erfahren Sie hier!

Gesetzesänderungen aktuell: Ryanair verschärft Regeln für Handgepäck

Die irische Billigairline Ryanair verschärft ab September ihre Regeln für Handgepäck. Demnach dürfen Passagiere, die den normalen Tarif gebucht haben, nur noch ein einzelnes, kleines Stück Handgepäck ans Gate mitbringen. Ein zweites Gepäckstück muss künftig grundsätzlich gegen Gebühr eingecheckt werden.

Bislang konnten Kunden im Normaltarif ihre Rollkoffer oder andere Taschen in Handgepäckgröße kostenlos am Gate einchecken lassen. Priority-Kunden dürfen weiterhin zwei Gepäckstücke mit in die Kabine nehmen.

Gelten soll die neue Regelung für alle Buchungen, die vom 1. September an vorgenommen werden. Für bereits gebuchte Flüge gelten die neuen Regelungen vom 1. November an. Passagiere, die rückwirkend von der neuen Regelung betroffen sind, haben die Wahl entweder gegen Gebühr von zehn Euro zusätzlich ein zweites Gepäckstück zu buchen, oder sich den Flugpreis erstatten zu lassen, sagte ein Ryanair-Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Mit dem Schritt sollen Verspätungen reduziert werden, die durch das Einchecken von zweiten Gepäckstücken beim Einsteigen entstanden sind, teilte Ryanair als Begründung mit.

Neue Regelungen in Deutschland:Ikea will gebrauchte Möbel zurückkaufen

Der Möbelriese Ikea will künftig gebrauchte Möbel zurückkaufen. In zunächst fünf Pilothäusern können Kunden vom 1. September an ihre nicht mehr benötigten Ikea-Möbel anbieten, wie das Unternehmen am Montag in Hofheim bei Frankfurt mitteilte. Bezahlt werde per Warengutschein, zuvor könne per Internet ein unverbindlicher Angebotspreis ermittelt werden.

Der Möbelhändler preist die "Zweite Chance" als Beitrag zum nachhaltigen Konsum. Auch andere Handelsunternehmen insbesondere aus dem Textilbereich bieten ähnliche Aktionen an. Ikea will nur Waren im "einwandfreien bis guten Zustand" annehmen. Die Produkte sollen dann in der Fundgrube der Märkte ohne Preisaufschlag, aber mit zusätzlicher Mehrwertsteuer angeboten werden.

Neue Regeln für Sparkassen-Kunden: Das ändert sich ab 01.09.2018

Auch Sparkassen-Kunden müssen sich am 01.09.2018 auf eine Neuerung einstellen. Demnach ändert das Institut im Laufe des Septembersdie Reihenfolge der Eingabe beim Geldabheben am Automaten. "Während früher vor jeglicher weiterer Eingabe der PIN-Code abgefragt wurde, wird nun zuerst die Höhe des abzuhebenden Betrags abgefragt", berichtet das Online-Portal "Finanzen.net". Diese Neuerung betrifft jedoch nicht alle Automaten gleichzeitig. Da die Umstellung der Automaten einige Zeit in Anspruch nehmen wird, sollen erste Ende September alle Geräte in Deutschland auf dem gleichen Stand sein.

Sie haben die Gesetzesänderungen für August vergessen? Dann lesen Sie diese doch einfach HIER nach!

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sba/kad/news.de/dpa
Wetter im Dezember 2018Finanzielle Engpässe bei der ARDHerbert Gentner totNeue Nachrichten auf der Startseite