27.08.2018, 10.21 Uhr

Schießerei in Jacksonville, Florida: Drei Tote, elf Verletzte nach Schüssen bei Videospiel-Turnier

In Jacksonville im US-Bundesstaat Florida sind 3 Menschen bei einer Schießerei ums Leben gekommen (Symbolbild).

In Jacksonville im US-Bundesstaat Florida sind 3 Menschen bei einer Schießerei ums Leben gekommen (Symbolbild). Bild: Michael Reynolds / EPA / picture alliance / dpa

Ein Mann hat bei einem Videospiel-Turnier im US-Bundesstaat Florida das Feuer eröffnet und zwei Menschen getötet. Auch der mutmaßliche Schütze selbst ist tot, wie die Polizei der Stadt Jacksonville am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte. Der Mann habe sich erschossen, sagte Sheriff Mike Williams. Die Ermittler vermuten, dass es sich bei ihm um einen 24-jährigen Weißen aus der rund 1.000 Kilometer entfernt gelegenen Stadt Baltimore handelt. Er sei wegen des Turniers in Jacksonville gewesen, sagte Williams. Das Motiv war zunächst unklar. Weitere Verdächtige gab es demnach nicht.

Schießerei bei Videospiel-Turnier in Jacksonville/Florida

Die Tat ereignete sich in einem Einkaufs- und Vergnügungszentrum im Zentrum von Jacksonville. Der Mann eröffnete das Feuer während eines "Madden 19"-Turniers, dabei messen sich Videospieler virtuell in einem American-Football-Spiel. Auf einem Video, das von dem Wettbewerb stammen soll, hört man im Hintergrund Schüsse und Schreie.

Elf Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt: Neun von ihnen wurden von Schüssen getroffen, zwei weitere Personen zogen sich Verletzungen zu, als sie flüchteten.

Mehrere Verletzte bei Schießerei in Florida

Laut der New York Times sind die Verletzten zwischen 20 und 35 Jahre alt. Sie wurden in unterschiedlichen Krankenhäusern behandelt. Der Gesundheitszustand eines Patienten sei ernst, alle seien aber stabil, zitiert die Zeitung den Sprecher des Krankenhauses UF Health in Jacksonville, Dan Leveton. Der am schwersten Verletzte sei in die Brust geschossen worden, sagte eine Chirurgin des Krankenhauses.

Ein Vertreter eines professionellen Videospiel-Teams erklärte, einer seiner Spieler sei bei dem Turnier in Jacksonville gewesen, zum Glück aber nur leicht verletzt worden.

Polizei durchsucht Haus des mutmaßlichen Täters

Laut Medienberichten wurde das Haus des mutmaßlichen Täters in Baltimore durchsucht. Der Schütze habe mindestens eine Pistole benutzt, zitierte CNN Sheriff Mike Williams. Laut dem Sender habe der Verdächtige 2017 ein "Madden"-Turnier gewonnen.

Das Einkaufs- und Vergnügungszentrum mit dem Namen "The Landing" befindet sich im Zentrum der Stadt am St. Johns Fluss. Dazu gehören laut Webseite zahlreiche Restaurants und eine Shoppingmall. Jacksonville liegt im Norden Floridas und hat rund 880.000 Einwohner.

Blutbad in Florida Mitte Februar

Der Bundesstaat war am 14. Februar Schauplatz eines Blutbades mit 17 Toten. An der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland erschoss ein 19-Jähriger damals 14 Jugendliche und 3 Erwachsene. Nach der Tat kam es landesweit zu zahlreichen Demonstrationen. Präsident Donald Trump stellte nach dem Massaker eine Verschärfung der Waffengesetze in Aussicht, rückte aber später wieder davon ab. Dafür wurde er scharf kritisiert.

Der Präsident wurde am Sonntag über den tödlichen Vorfall in Jacksonville unterrichtet, wie seine Sprecherin Sarah Sanders mitteilte. Eine Reaktion von Trump gab es zunächst nicht.

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loc/fka/news.de/dpa
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