13.09.2018, 10.56 Uhr

Brandenburg-Feuer im News-Ticker: Großer Waldbrand hält Einsatzkräfte in Atem

Hell erleuchtet ist ein brennender Wald nahe Klausdorf. Ein Feuer hat sich im Südwesten Brandenburgs auf einer großen Waldfläche ausgebreitet.

Hell erleuchtet ist ein brennender Wald nahe Klausdorf. Ein Feuer hat sich im Südwesten Brandenburgs auf einer großen Waldfläche ausgebreitet. Bild: dpa

Nach dem großen Waldbrand südöstlich von Berlin verlassen immer mehr Einsatzkräfte die von den Flammen in Mitleidenschaft gezogene Region.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Waldbrand vor Berlin im News-Ticker

+++ 13.09.2018:Großer Waldbrand in Brandenburg hält Einsatzkräfte in Atem +++

Seit mehr als zwei Tagen hält ein großer Waldbrand im Südosten Brandenburgs die Einsatzkräfte in Atem. Das 200 Hektar große Feuer in einem Wald- und Heidegebiet nördlich von Cottbus sei noch nicht unter Kontrolle, sagte ein Feuerwehrsprecher am frühen Donnerstagmorgen. Allerdings habe man die Ausbreitung der Flammen stoppen können. Die Zahl der Einsatzkräfte sei von 115 am Mittwochabend auf 170 erhöht worden, so der Sprecher. Darunter seien Kräfte der Bundeswehr.

Teile des etwa 270 Fußballfelder großen Brandgebietes sind nach Angaben des Landkreises mit Munition belastet und schwer zugänglich. Es handelt sich um einen ehemaligen Truppenübungsplatz. Deshalb wurden am Mittwoch zwei Löschhubschrauber von Bundeswehr und Bundespolizei eingesetzt. In der Nacht mussten die Flüge nach Angaben der Feuerwehr jedoch wegen der Dunkelheit unterbrochen werden. Bereits in den vergangenen Wochen hatte es in dem Gebiet immer wieder große Brände gegeben. Eines dieser Feuer hatte sich Anfang Juli über eine Fläche von 400 Hektar erstreckt.

+++ 28.08.2018: Einsatz nach Waldbrand vor Berlin wird heruntergefahren +++

 Am Dienstag waren noch rund 200 von ihnen mit dem Löschen und Kontrollieren der Glutnester beschäftigt, wie der brandenburgische Landkreis Potsdam-Mittelmark mitteilte. "Wir wollen sukzessive den Einsatz herunterfahren", sagte Vize-Landrat Christian Stein. Noch am Abend solle die Einsatzleitung vom Landkreis an die Stadt Treuenbrietzen übergeben werden. Der Einsatz sollte aber noch bis mindestens Freitag dauern. Der Brandgeruch des Feuers in Brandenburg war zeitweise sogar in Berlin wahrzunehmen.

+++ 27.08.2018: Brandursache Brandstiftung wird immer wahrscheinlicher +++

Die Ermittler gehen am Montag weiter der Frage nach, weshalb zu den Bränden kommen konnte. Da der Brand nahe Treuenbrietzen an drei Stellen gleichzeitig ausgebrochen war, könne eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden, hieß es aus dem Brandenburger Innenministerium. Laut Minister Karl-Heinz Schröter liegen auch "weitere Hinweise" vor. Welche Hinweise gemeint seien, erläuterte das Ministerium zunächst nicht.

+++ 25.08.2018: Riesiger Waldbrand vor den Toren Berlins - Retter löschen weiter +++

Nach dem Ausbruch eines riesigen Waldbrands südwestlich von Berlin kämpfen noch Hunderte Feuerwehrleute gegen die Flammen. "Zur Stunde gibt es keine neue Entwicklung", sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Samstagmorgen. Den Löschkräften gelang es am Freitag, den Brand einzudämmen, unter Kontrolle war das Feuer aber noch nicht. Zwei Dörfer in Brandenburg sollten bis mindestens Samstag evakuiert bleiben. Der Waldbrand hatte sich gut 50 Kilometer vor den Toren der Hauptstadt rasch ausgebreitet. Rund 600 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Wald liegen, erschwerten die Löscharbeiten.

+++ 24.08.2018: Evakuierung von zwei Dörfern im Waldbrandgebiet dauert an +++

Die Evakuierung der beiden brandenburgischen Dörfer Tiefenbrunnen und Klausdorf soll voraussichtlich am Samstag aufgehoben werden. Derzeit sei der Waldbrand noch zu gefährlich, sagte der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU), am Freitagnachmittag in Treuenbrietzen. Davon seien 140 Menschen betroffen. Den Anwohnern sollte allerdings erlaubt werden, am Freitag noch einmal kurz in ihre Häuser zu gehen, etwa um Tiere zu versorgen.

Nach Angaben Steins ist der große Waldbrand südöstlich von Berlin an drei Stellen gleichzeitig ausgebrochen. Er wolle zwar nicht spekulieren, allerdings liege die Vermutung nahe, dass da jemand absichtlich Feuer gelegt haben könnte. Stein berichtete weiter, dass ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten von Rauchgas verletzt wurde und ärztlich behandelt werden musste. Die Löscharbeiten mit mehr als 440 Kräften würden am Wochenende andauern.

+++ 24.08.2018: Waldbrand wütet bei Berlin - "Lage noch nicht entspannt" +++

Hunderte Einsatzkräfte haben einen riesigen Waldbrand südwestlich von Berlin am Freitag zwar eingedämmt, aber noch nicht unter Kontrolle gebracht. Zwei Dörfer in Brandenburg blieben bis auf Weiteres evakuiert. Die Einsatzkräfte kämpften mit drei Brandherden rund um Treuenbrietzen, sagte ein Sprecher des Brandenburger Innenministeriums am Freitag. "Die Lage ist noch nicht entspannt." Es sei kein Regen in Sicht und der Wind frische auf.

Das Feuer hatte sich gut 50 Kilometer vor den Toren der Hauptstadt rasch ausgebreitet: Nach zunächst fünf Hektar Waldbrandgebiet stand zuletzt eine Fläche in Flammen, die 400 Fußballfeldern entsprach. Gleichzeitig wurden neue Feuer aus der Nachbargemeinde Jüterbog gemeldet. Nach Angaben der Stadtverwaltung standen dort mehrere Hektar Fläche auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Flammen. Die Brandursachen waren zunächst unklar.

+++ 24.08.2018: Bundeswehr half in diesem Sommer bei mehreren Waldbränden +++

Die Bundeswehr hat die Feuerwehren in diesem Sommer schon beim Bekämpfen mehrerer Waldbrände unterstützt. Seit Juli wurde bei sechs großen Bränden auf Anforderung Hilfe geleistet, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin sagte. Dabei waren Hubschrauber, Pionierpanzer und Löschfahrzeuge im Einsatz. In einzelnen Bundesländern mit hoher Waldbrandgefahr seien die Landeskommandos der Bundeswehr in erhöhte Bereitschaft versetzt worden und in der Lage, rund um die Uhr schnell zu reagieren. Bei dem schweren Waldbrand in Brandenburg ist die Bundeswehr mit einem Hubschrauber im Einsatz.

+++ 24.08.2018:Steinmeier dankt Feuerwehr und Helfern für Einsatz bei Waldbrand +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Feuerwehr und Helfern für ihren Einsatz bei der Bekämpfung des schweren Waldbrands in Brandenburg gedankt. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Bundespolizei hätten "bis zur Erschöpfung" gearbeitet, sagte Steinmeier am Freitag in Tantow im brandenburgischen Landkreis Uckermark. "Unsere Gedanken sind bei denen, die in der Nacht ihre Häuser verlassen mussten", fügte er hinzu.

Steinmeier besuchte in Tantow nahe der polnischen Grenze unter anderem die Freiwillige Feuerwehr. In der Uckermark wollte er sich am Freitag über die Situation ländlicher Regionen informieren. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, der Steinmeier eigentlich begleiten sollte, hatte die Reise wegen des Waldbrands abgesagt.

+++ 24.08.2018:Keine gefährliche Luftbelastung in Berlin durch Waldbrand +++

Der Brandgeruch ließ selbst im etwa 50 Kilometer entfernten Berlin Menschen nachts aus dem Schlaf schrecken: Die Luftbelastung durch den Waldbrand in Brandenburg war nach Behördenangaben in der Hauptstadt jedoch nur kurzzeitig hoch. "Es ist nicht gesundheitsschädigend gewesen", sagte Derk Ehlert aus der Berliner Umweltverwaltung am Freitag. Der vom Süden kommende Rauch sei zwar in der Nacht in mehreren Teilen der Stadt messbar gewesen. In den frühen Morgenstunden seien die Werte bei Rußpartikeln und Feinstaub jedoch bereits wieder stark abgefallen. Inzwischen lasse Westwind den Rauch an der Stadt vorbeiziehen.

+++ 24.08.2018: Erste Bewohner können in ihre Häuser zurück +++

Erste Bewohner, die wegen des verheerenden Waldbrands im Südwesten Brandenburgs ihre Häuser verlassen mussten, können zurück nach Hause. Die Evakuierung von Frohnsdorf werde am Mittag aufgehoben, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei einem Besuch am Einsatzort. Über die Evakuierung der beiden anderen Orte werde am Nachmittag entschieden. "Hier muss ich die Menschen um Geduld bitten", sagte Woidke. Am Donnerstagabend hatten rund 500 Menschen ihre Häuser verlassen müssen.

Nach Einschätzung von Woidke wird der Einsatz noch längere Zeit dauern. "Es kann sich um Tage handeln". Bislang haben man alle Häuser schützen können. Allerdings: "Große Sorge macht der Wind."

+++ 24.08.2018: Flammen auf ehemaligem Truppenübungsplatz in der Nähe des Großbrands +++

In unmittelbarer Nähe zum riesigen Waldbrand südwestlich von Berlin brennt ein weiteres Feuer. Betroffen seien seit Donnerstagnachmittag mehrere Hektar Fläche Heide und Wald auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz am Rande von Jüterbog, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. Derzeit werde der Bereich befahren, um sich einen Überblick zu verschaffen. Der Boden ist munitionsbelastet, weil dort ein ehemaliger Schießplatz war. Das behindert die Löscharbeiten.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte es am Rande von Jüterbog und im Stadtgebiet mehrere Feuer gegeben. Zum Teil hatten frühere Kasernengebäude gebrannt. Es gibt die Vermutung, dass Brandstifter dahinter stecken könnten. 

+++ 24.08.2018: Evakuierte Dörfer in Brandenburg - Rückkehr der Bewohner noch offen +++

Nach der Evakuierung mehrer Dörfer in Brandenburg wegen eines großen Waldbrandes wird frühestens gegen Mittag entschieden, wann die Bewohner möglicherweise nach Hause zurückkehren können. "Das hängt maßgeblich aber auch vom weiteren Fortgang der Löscharbeiten in diesem Bereich ab", sagte der Bürgermeister von Treuenbrietzen, Michael Knape, am Freitag. Er habe die von der Evakuierung betroffenen Bürger beruhigen können, die über Nacht um Haus und Hof gebangt hätten: Schäden seien im Moment nicht erkennbar. Man könne erst einmal sagen, die Orte seien sicher.

+++ 24.08.2018: Feuerwehr hält Flammen von Ortschaften fern +++

Bei dem Waldbrand in Brandenburg ist es der Feuerwehr bis zum frühen Freitagmorgen gelungen, die drei evakuierten Dörfer vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. Insgesamt brannte es aber weiter auf einer Fläche von rund 400 Hektar. Aufgrund von Munitionsresten im Boden können sich die Feuerwehrleute nicht gefahrlos frei bewegen. "Wir kommen stellenweise nicht ran, nur von befahrbaren und geräumten Wegen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Freitagmorgen

+++ 24.08.2018: Innenminister von Brandenburg: "Waldbrand stark eingedämmt" +++

Rund 600 Einsatzkräfte haben den großen Waldbrand im Südwesten Brandenburgs am Freitagmorgen stark eingedämmt. "Weite Teile sind unter Kontrolle", sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Einsatzort der Deutschen Presse-Agentur. Wenn der Wind so bleibe, sehe er gute Chancen, dass das Feuer bald gelöscht werde und die in Sicherheit gebrachten Anwohner noch im Laufe des Tages in ihre Häuser zurückkehren könnten.

Derzeit gebe es aber noch mehrere größere Brandstellen. Die Bundeswehr und die Bundespolizei seien mit Hubschraubern im Einsatz. Zudem spritzten die Wasserwerfer der Polizei Wasser in den Wald bei Treuenbrietzen. Die Arbeiten würden noch mehrere Tage dauern, sagte Schröter.

+++ 24.08.2018: Löschhubschrauber starten wieder +++

Nach einer kurzen Unterbrechung am frühen Freitagmorgen nehmen die Löschhubschrauber ihren Einsatz beim Waldbrand in Brandenburg wieder auf. "Unser Hauptziel ist weiter, die evakuierten Ortschaften vor den Flammen zu schützen", sagte der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU), am Freitagmorgen. "Noch ist der Brand nicht zurückgedrängt, aber es ist kein Gebäude in Mitleidenschaft gezogen worden."

Aufgrund des Großbrandes etwa 50 Kilometer südlich von Berlin hatten am Donnerstagabend mehr als 500 Menschen die Dörfer Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen verlassen müssen. Sie verbrachten die Nacht bei Bekannten und in einer Notunterkunft.

Dicke Rauchwolken steigen zwischen Frohnsdorf und Klausdorf (Brandenburg) auf.

Dicke Rauchwolken steigen zwischen Frohnsdorf und Klausdorf (Brandenburg) auf. Bild: dpa

+++ 24.08.2018: Riesiger Waldbrand bei Berlin - nur vereinzelt Regen erwartet +++

Hunderte Einsatzkräfte waren im Einsatz. Munitionsreste im Wald erschwerten die Löscharbeiten. Feuerwehrleute können sich nicht gefahrlos frei bewegen. "Wir kommen stellenweise nicht ran, nur von befahrbaren und geräumten Wegen", sagte ein Sprecher der Einsatzleitstelle. Die Kräfte sind daher auf Luftunterstützung angewiesen. "Ich hoffe, dass das Wetter mitspielt und der Wind nicht wieder auffrischt", sagte Vize-Landrat Stein. "Wir warten sehnsüchtig auf Regen."

In der Region ist am Freitag laut DWD allerdings nur vereinzelt mit Regen zu rechnen. Es sei unklar, wo genau es zu Schauern und Gewittern komme, sagte ein Meteorologe.

Ein Feuer hat sich im Südwesten Brandenburgs auf einer großen Waldfläche ausgebreitet. Betroffen seien rund 30 Hektar Fläche, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes.

Ein Feuer hat sich im Südwesten Brandenburgs auf einer großen Waldfläche ausgebreitet. Betroffen seien rund 30 Hektar Fläche, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes. Bild: Christian Pörschmann / picture alliance

+++ 24.08.2018: Waldbrand wirbelt Bahnverkehr durcheinander +++

Das Feuer wirkte sich auch auf den Bahnverkehr aus. Betroffen sei die Strecke zwischen Wannsee und Jüterbog (Landkreis Teltow-Fläming), teilte die Ostdeutschen Eisenbahn (Odeg) auf ihrer Internetseite mit. Demnach enden die Regionalbahnen des privaten Eisenbahnunternehmens bereits in Treuenbrietzen (Landkreis Potsdam-Mittelmark). Fahrgäste mussten auf Busse umsteigen. "Es bestehen ebenfalls erhebliche Straßensperrungen. Ein planmäßiger Schienenersatzverkehr ist dadurch nicht möglich", teilte das Unternehmen weiter mit.

+++ 24.08.2018: Waldbrand bei Berlin ohne Auswirkungen auf Flugverkehr +++

Der Flugverkehr dagegen ist bislang nicht beeinträchtigt. "Die Flieger starten alle", sagte eine Flughafensprecherin am frühen Freitagmorgen in Berlin.Südwestwind hatte die Rauchschwaden in der Nacht in die Hauptstadt hineingetragen, erklärte der DWD. Allerdings dürfte der Wind im Laufe des Vormittags drehen und der Rauch werde wohl aus der Stadt abziehen. Die Bewohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten, erklärte die Feuerwehr. Außerdem sollten Lüftungsanlagen kontrolliert werden. Am Donnerstagabend waren zunächst lediglich die südöstlichen Stadtteile betroffen gewesen. In Spitzenzeiten seien es bis zu 50 Notrufe gewesen, die hätten abgearbeitet werden müssen, hieß es.

Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) kündigte an, die Region im Laufe des Freitags besuchen zu wollen. Dafür sagte Woidke einen Termin mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Uckermark ab, sagte Regierungssprecher Florian Engels der Deutschen Presse-Agentur.

Auch interessant: Feuer-Hölle im Brandenburger Wald! SO verhalten Sie sich richtig

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

loc/sba/news.de/dpa
Schocker-News der WocheAsteroid 99942 ApophisWetter im August 2019Neue Nachrichten auf der Startseite