24.08.2018, 16.40 Uhr

Nach Messer-Attacke in Düsseldorf-Bilk : Fahndung erfolgreich! Tatverdächtiger Ali S. gefasst 

Ein Mann hat in Düsseldorf auf der Straße eine Frau tödlich verletzt.

Ein Mann hat in Düsseldorf auf der Straße eine Frau tödlich verletzt. Bild: dpa

Ein 44 Jahre alter Mann steht im Verdacht, am Montagmorgen auf der Bachstraße eine 36 Jahre alte Frau angegriffen und mit einem Messer so schwer verletzt zu haben, dass das Opfer nur wenig später an den Verletzungen in einer Klinik starb. Eine Mordkommission wurde eingerichtet.Vier Tage nach dem Mord fahndet die Polizei weiter nach dem mutmaßlichen Täter. Als Tatmotiv kommt verschmähte Liebe in Betracht.

Update am 29.08.2018: Tatverdächtiger Ali S. festgenommen

Eineinhalb Wochen nach einer tödlichen Attacke auf eine Frau (36) in Düsseldorf ist der mutmaßliche Täter Ali S. in Spanien festgenommen worden. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Düsseldorf.

Mann sticht Frau in Düsseldorf nieder und flieht - Mordkommission fahndet nach Täter

Am Montagmorgen alarmierte ein Zeuge die Polizei und berichtete, dass ein Mann auf der Bachstraße eine Frau angegriffen und mit einem Messer attackiert habe. Der Täter flüchtete nach der Tat in Richtung Brunnenstraße. Ein Rettungswagen brachte die lebensgefährlich verletzte 36 Jahre alte Frau in eine Klinik, wo sie trotz aller Bemühungen der Ärzte nicht mehr gerettet werden konnte.

Messer-Attacke in Düsseldorf: SEK stürmt Wohnung des Verdächtigen

Nach ersten Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass ein 44 Jahre alter Mann für den Tod der Frau verantwortlich sein könnte. Spezialeinheiten wurden angefordert, die in die Wohnung des Verdächtigen an der Brunnenstraße eindrangen, um diesen festzunehmen. In der Wohnung wurde jedoch niemand angetroffen.

Tödliche Attacke in Düsseldorf-Bilk: Frau (36) auf offener Straße niedergestochen

Nach dem gewaltsamen Tod der 36-Jährigen in Düsseldorf-Bilk informierte die Polizei Düsseldorf gemeinsam mit Staatsanwalt Martin Stücker über weitere Einzelheiten des Falles. Guido Adler, Leiter der Mordkommission "Bach", schilderte zunächst den Tathergang. Das 36 Jahre alte Opfer wurde von ihrem mutmaßlichen Mörder in der Bachstraße angegriffen und mit einem Messer tödlich verletzt. Der 36-Jährigen war "vor Ort nicht mehr zu helfen", sie starb an "multiplen Stich- und Schnittverletzungen".

Messer-Mörder Ali S. bedrohte Zeugen und ergriff die Flucht

Zwei Augenzeugen nahmen zwar die Verfolgung des Täters auf, dieser bedrohte die beiden jedoch mit dem Mordmesser, sodass er ungehindert fliehen konnte. Bislang sei der Polizei Düsseldorf keine Festnahme des Gesuchten geglückt. Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter sowie die Suche nach der Tatwaffe liefen weiter, informierte Mordkommissions-Leiter Guido Adler.

Staatsanwalt Martin Stücker deklarierte den Fall als "vollendeter Mord", ein Haftbefehl sei beim Amtsgericht Düsseldorf beantragt und erlassen worden. Die Attacke auf die 36-Jährige sei ein "heimtückischer Angriff" gewesen, der die "Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers ausnutzte". Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Polizei Düsseldorf davon aus, dass sich Täter und Opfer kannten und dass eine "eher freundschaftliche" Beziehung zwischen der Getöteten und dem flüchtigen 44-Jährigen bestand.

Die Polizei Düsseldorf fahndet nach dem mutmaßlichen Mörder Ali S.(44).

Die Polizei Düsseldorf fahndet nach dem mutmaßlichen Mörder Ali S.(44). Bild: Polizei Düsseldorf

Mutmaßlicher Messermörder von Düsseldorf ist psychisch kranker 44-jähriger Ali S. aus dem Iran

Der mutmaßliche Täter Ali S. stamme aus dem Iran, sei seit 2010 in der Bundesrepublik als Flüchtling registriert und leide an einer psychischen Erkrankung, wobei das konkrete Krankheitsbild den Ermittlern noch nicht vorliege. Vorverurteilt sei der mutmaßliche Messermörder Ali S. nicht, allerdings sei ein "Bagatelldelikt" aktenkundig geworden, der einige Jahre zurückliege.

Ali S. nach Messer-Mord in Düsseldorf auf der Flucht: Polizei fahndet nach DIESEM Mann

Der mutmaßliche Täter wird als 44 Jahre alt beschrieben, wobei er älter wirke und eher als 50- bis 55-Jähriger durchgehe. Der Gesuchte Ali S. sei 1,80 Meter groß, habe dunkle, sehr kurze Haare und einen Dreitagebart und trug zum Tatzeitpunkt einen hellblauen Trainingsanzug sowie eine Kappe. Zuletzt soll der Verdächtige Mordermittler Guido Adler zufolge "stark abgenommen" haben, weshalb er im Vergleich zu den Fahndungsfotos "vom Gesicht her ein bisschen schmaler" wirken könnte.

Polizei bittet um Mithilfe bei der Fahndung nach Ali S.

Die Ermittler der Mordkommission "Bach" bitten Zeugen, die Hinweise auf den Aufenthaltsort des Verdächtigen geben können, sich telefonisch unter der Rufnummer 0211-8700 zu melden. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Tatverdächtige Ali S. weiterhin mit einem Messer bewaffnet ist, bittet die Polizei dringend darum, nicht selbst einzugreifen, sondern sofort den Notruf 110 zu wählen, wenn man den Gesuchten sieht.

+++ Update 22.08.2018: Briefe des Täters an das Opfer gefunden +++

Die "Bild" berichtet von vier Briefen des Angreifers, die angeblich in der Wohnung seines Opfers gefunden wurden und andeuten, dass es sich bei der Messerattacke um eine Beziehungstat handelt. Offenbar hat Ali S. die 36-Jährige um Entschuldigung gebeten, nachdem er ihr Geschenke anbot, die einen Streit auslösten. Anschließend blockierte Anna S. seine Telefonnummer, woraufhin der 44-Jährige den Brief schrieb und sie dringend bat, den Kontaktabbruch aufzuheben. Er sprach außerdem von Missverständnissen, Fehlern auf beiden Seiten und dem Wunsch, ein Gespräch mit Anna zu führen. Offiziell wurde der Brieffund noch nicht bestätigt.

+++ Update 24.08.2018: Verschmähte Liebe als Tatmotiv vermutet +++

Der von "Bild" berichtete Brieffund wurde nach wie vor nicht bestätigt. Allerdings bestätigten die Ermittler, dasssich der Iraner und die 36-Jährige gekannt hatten. Die ledige Frau habe in unmittelbarer Nachbarschaft des Kiosks gewohnt, in dem der Mann gearbeitet habe. Als Tatmotiv kommt verschmähte Liebe in Betracht. In einem von den Ermittlern als echt eingestuften Brief hatte der 44-Jährige die Frau gebeten, die Blockade seiner Telefonnummer aufzuheben und ihr seine Zuneigung offenbart. Der Gesuchte ist nicht vorbestraft. Er war 2001 nach Deutschland gekommen. Bislang gingen bei den Ermittlern zahlreiche Hinweise ein. Der Fall war am Mittwochabend auch Thema in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst".

+++ Update 24.08.2018: Frauenmord in Düsseldorf: Keine Spur von Verdächtigem +++

Vier Tage nach dem Mord an einer 36-Jährigen auf einer Straße in Düsseldorf ist der Täter weiter auf der Flucht. Die Polizei fahndet öffentlich nach dem 44 Jahre alten Kioskmitarbeiter Ali S. Es gebe weiterhin keinen direkten Hinweis auf seinen Aufenthaltsort, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag.

Der Verdächtige soll die Frau am Montagmorgen verfolgt, heimtückisch angegriffen und erstochen haben. Der mutmaßliche Täter und sein Opfer hatten sich den Ermittlern zufolge gekannt: Die ledige Frau habe in unmittelbarer Nachbarschaft des Kiosks gewohnt, in dem der Iraner gearbeitet habe.

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rut/news.de/dpa
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