15.08.2018, 14.59 Uhr

Nachbeben in Indonesien: Zahl der Toten nach Erdbeben in Lombok auf 460 gestiegen

Bei einem Erdbeben vor Lombok sind mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen.

Bei einem Erdbeben vor Lombok sind mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen. Bild: dpa

Bei dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok voranderthalb Wochen sind nach jüngsten Angaben mehr als 460 Menschen ums Leben gekommen. Der durch das Unglück entstandene wirtschaftliche Schaden werde auf mehr als 440 Millionen Euro geschätzt, teilte der Katastrophenschutz am Mittwoch mit. Knapp 7800 Menschen seien verletzt worden, mehr als 417 000 hätten ihre Häuser und Wohnungen verloren, sagte Sprecher Sutopo Nugroho. "Wir rechnen damit, dass sie noch für einige Zeit in Notunterkünften leben müssen, bis ihre Häuser wieder aufgebaut sind."

Zahl der Toten nach Erdbeben in Indonesien auf 460 gestiegen

Das Beben der Stärke 6,9 hatte die Insel Lombok am 5. August erschüttert. Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde, oder es brechen Vulkane aus. Lombok galt lange Zeit als Geheimtipp für Reisende, denen die bekanntere Nachbarinsel Bali zu touristisch geworden war. Inzwischen sind aber auch dort viele Urlauber unterwegs.

Erdbeben vor Indonesien: Opfer von Trümmerteilen erschlagen

Die Zahl der Toten werde wahrscheinlich weiter steigen, denn es gebe immer noch Menschen, die unter Erdmassen oder Häusertrümmern verschüttet seien, sagte der Sprecher weiter. Zugleich räumte er ein, dass es an Zelten, Essen, Decken und anderem für die Überlebenden fehle. Das Erbeben der Stärke 6,9 hatte die kleinere Nachbarinsel von Bali am Sonntag erschüttert. Wenige Tage zuvor waren bei einem Beben bereits 20 Menschen getötet worden. Auch ein schwereres Nachbeben am Donnerstag kostete mindestens drei Menschen das Leben.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde, oder es brechen Vulkane aus. Lombok galt lange Zeit als Geheimtipp für Leute, denen Bali zu touristisch geworden war. Inzwischen sind aber auch dort viele Urlauber unterwegs.

+++ Update: Nachbeben am 09.08.2018 +++

Das neue Nachbeben um 12.25 Uhr Ortszeit (7.25 Uhr MESZ) war das bislang stärkste. Sein Zentrum lag etwa sechs Kilometer nordwestlich von Nord-Lombok in etwa zwölf Kilometern Tiefe im Meer, wie die nationale Agentur für Wetter, Klima und Geophysik mitteilte. Auf eine Tsunami-Warnung verzichteten die Behörden dieses Mal.

Wegen der zahlreichen Nachbeben halten sich viele Menschen auf Lombok seit Sonntag vorzugsweise im Freien auf. Mehr als 270.000 Inselbewohner können derzeit noch nicht in ihre Unterkünfte zurück. Mehr als 1000 sind so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Insgesamt wurden annähernd 70.000 Häuser beschädigt und zudem noch 470 Schulen und 65 Moscheen.

Unzureichende Hilfeleistung auf Lombok nach Erdbeben

Überlebende beschwerten sich, dass sie immer noch auf Hilfe warten müssen. Ein Bewohner des Dorfes Kayangan im Norden der Insel, Ahmad Zulkaraydi, sagte: "Von unseren Häusern sind 90 Prozent eingestürzt. Wir haben überhaupt noch nichts zu essen bekommen, weil die Straßen und die Brücken kaputt sind. Wir haben nur das Gemüse von der nächstgelegenen Farm."

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Immer wieder bebt dort die Erde, oder es brechen Vulkane aus. Lombok galt lange Zeit als Geheimtipp für Leute, denen Bali zu touristisch geworden war. Inzwischen sind aber auch dort viele Urlauber unterwegs.

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bua/news.de/dpa
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