29.07.2018, 07.56 Uhr

Unwetterwarnung aktuell im Juli 2018: Hitze-Chaos bringt heftige Gewitter nach Deutschland

Auf Gluthitze folgt Donnerwetter!

Auf Gluthitze folgt Donnerwetter! Bild: dpa

Mit Nachttemperaturen von mehr als 20 Grad ist Deutschland vielerorts in den Samstag gestartet. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, wurden um 4.00 Uhr morgens in Berlin 21 Grad gemessen - im Raum Düsseldorf 24 Grad und im Raum Wiesbaden 22 Grad.

Hitzewelle in Deutschland: Im Osten erst noch Sonne - Im Westen schon Gewitter

Die Höchsttemperaturen liegen tagsüber zwischen 28 und 35 Grad, an der Nordsee und in den westlichen Mittelgebirgen auch darunter. Im Westen könnten sich am Morgen vielleicht schon erste Gewitter entladen, hieß es. Im Osten ist es zunächst noch heiter. Im Lauf des Tages könnten auch dort kräftige Schauer und Gewitter aufziehen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt sogar vor Unwettern.Diese bringen nicht nur Gewitter sondern vor allem Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 15 und 25 l/qm, lokal auch um 30 l/qm sowie Hagel. Die aktuellen Hitze- und Unwetterwarnungen finden Sie auf der Internetseite des DWD.

Es bleibt heiß in Deutschland - immer wieder Gewitter möglich

Hitzegeplagte müssen weiter auf wirkliche Abkühlung warten. Wie der Deutsche Wetterdienst am Samstag mitteilte, zieht das für die hochsommerlichen Verhältnisse verantwortliche Tiefdruckgebiet "Juli" vorerst nicht weiter. "Daher macht sich bereits am morgigen Sonntag rasch wieder Hochdruckeinfluss breit, die Sonne kann erneut kräftig einheizen und die Temperaturen wieder auf Werte um 30 Grad treiben", sagte DWD-Meteorologe Thomas Ruppert.

Wetter-Prognose aktuell: So wird das Wetter in der kommenden Woche

Am Montag würden teilweise wieder Temperaturen um die 35 Grad erreicht, dazu werde es schwül. Auch bis zur Wochenmitte bleibt es demnach warm bis heiß. Allerdings bleibt das Schauer- und Gewitterrisiko Teilen Deutschlands zunächst erhalten. Am Montag ist es im Westen, Nordwesten und am Alpenland noch eher gering, am Dienstag müssen sich die Menschen im Nordwesten aber auf Gewitter mit Starkregen einstellen. Auch im weiteren Verlauf der Woche und am Wochenende kann es bei örtlicher Bewölkung immer wieder Gewitter oder auch nur etwas Regen geben.

Da bedeutet aber keineswegs, dass die Temperaturen sinken. Die Höchstwerte liegen ab Mittwoch bis zum darauffolgenden Montag bei um die 31 Grad, im Norden ist es generell etwas kühler, wie der DWD berichtet.

Temperaturrekorde im Juli! An diesen Orten war es besonders heiß

Der Freitag war vielerorts in Deutschland heiß, brachte aber keine neuen Temperaturrekorde. Laut DWD war Lingen in Niedersachsen der bundesweit wärmste Ort. Dort trieb die Hitze die Thermometer auf 37,3 Grad. Auf Platz zwei der wärmsten Orte landete der Duisburger Stadtteil Baerl mit 37,1 Grad.

Für die Klimaforscher der Münchener Rückversicherung ist die Hitze zurzeit keine direkte Folge des Klimawandels. "Zunächst einmal ist das ein außergewöhnlicher Witterungsverlauf", sagte Forschungsleiter Eberhard Faust.

Allerdings hätten Hitzerekorde in Europa über die vergangenen Jahrzehnte hinweg mehr zugenommen, als ohne langfristigen Klimawandel zu erwarten gewesen wäre. Klimaforscher erwarten laut Faust, dass es trockene Hitzeepisoden im Sommer in Europa künftig häufiger geben wird - in der Südhälfte mehr als in der Nordhälfte.

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