05.07.2018, 19.15 Uhr

Neue Gesetze ab 1. Juli 2018: Alle aktuellen Gesetzesänderungen zu Pauschalreisen, Rente und Co.

Ab Juli 2018 treten in Deutschland einige neue Gesetze in Kraft - unter anderem zu Warnhinweisen für Schmerzmittel, Lkw-Maut und Rente.

Ab Juli 2018 treten in Deutschland einige neue Gesetze in Kraft - unter anderem zu Warnhinweisen für Schmerzmittel, Lkw-Maut und Rente. Bild: Montage news.de / picture alliance /dpa

Pünktlich zum Beginn des neuen Monats treten am 01.07.2018 zahlreiche gesetzliche Neuerungen in Kraft. Was Verbraucher zu neuen Gesetzen in puncto Pauschalreisen, Zahnfüllungen aus Amalgam, rezeptfreie Schmerzmittel oder Rente wissen müssen, lesen Sie hier im Überblick zu den Gesetzesänderungen aktuell ab Juli 2018.

Mehr Rente in Deutschland durch neues Gesetz ab Juli 2018

Die Bezüge der mehr als 20 Millionen Rentner in Deutschland steigen um mehr als drei Prozent. Im Westteil der Republik gibt es ein Plus von 3,22 Prozent, in den neuen Bundesländern steigen die Altersbezüge um 3,37 Prozent. Die Rentenwerte in Ostdeutschland erreichen damit 95,8 Prozent des Westniveaus.

Neue Gesetze ab Juli 2018: Geldabheben am Automaten mit neuer Mindestgrenze

Apropos Geld: Auch in Sachen Bargeldabhebung am Geldautomaten gibt es ab Juli 2018 neue Gesetze. Viele Banken erhöhen nämlich den Mindestbetrag für Abhebungen am Automaten auf 50 Euro. Als Grund gaben die Kreditinstitute die bei einer Abhebung anfallenden Gebühren an. Mindestens 50 Euro spucken die Geldautomaten bereits seit Anfang des Jahres bei Comdirect oder DKB aus, nun will auch Ing-Diba seine Kunden am Geldautomaten nur noch mit Bargeldbeträgen von mindestens 50 Euro ausstatten.

Lkw-Maut ab 1. Juli auf auf Bundesstraßen in Deutschland

Die Lkw-Maut wird auf alle Bundesstraßen ausgeweitet. Neben den 13.000 Autobahn-Kilometern und 2300 Kilometern autobahnähnlichen Bundesstraßen werden für Lastwagen zusätzlich rund 40.000 Kilometer mautpflichtig. Die Einnahmen der öffentlichen Kassen sollen dadurch um bis zu zwei Milliarden Euro pro Jahr steigen.

Neue Gesetze: Pauschal-Urlauber ab Juli 2018 besser geschützt

Verbraucher sind ab dem 1. Juli bei der Buchung von Urlaubsreisen besser geschützt. Unter anderem bekommen sie mehr Zeit, um Mängel zu melden. Bislang konnten Urlauber maximal bis einen Monat nach der Reise Mängel anzeigen, um Geld vom Veranstalter zurückzubekommen. Künftig ist dies bis zwei Jahre nach der Reise möglich. Zusätzlicher Schutz gilt auch, wenn jemand auf einem Buchungsportal für eine Reise mehrere unterschiedliche Leistungen innerhalb desselben Buchungsvorgangs ausgewählt hat - beispielsweise einen Flug, ein Hotel und einen Mietwagen.

Das ändert sich bei der Samenspende ab 01.07.2018

Durch Samenspende gezeugte Menschen können künftig Informationen über ihre biologische Herkunft verlangen. Deshalb gibt es ab dem 1. Juli ein bundesweites Spenderregister, in dem die Daten von Samenspendern und -empfängerinnen für die Dauer von 110 Jahren gespeichert werden - allerdings nur, wenn die künstliche Befruchtung nach dem 30. Juni 2018 erfolgt ist.

Gesetzesänderungen aktuell: Schmerzmittel mit neuen Warnhinweisen

Schmerzmittel wie Aspirin oder Ibuprofen, die ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sind, bekommen einen neuen Warnhinweis. Auf der Außenpackung muss künftig aufgedruckt werden: "Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!" Dadurch sollen Nebenwirkungen wie Schlaganfälle, Magenblutungen sowie Leber- und Nierenschäden vermieden werden.

Neue Gesetze im Juli 2018 Deutschland

Gesetzesänderungen aktuell: Das ändert sich zum 01.07.2018

Neue Gesetze ab Juli 2018: Amalgam-Füllungen werden reduziert

Bei schwangeren Frauen und Kindern unter 15 Jahren sollen Zahnärzte nur noch in absoluten Ausnahmefällen auf Zahnfüllungen aus Amalgam zurückgreifen. Anstelle des quecksilberhaltigen Stoffes müssen in der Regel Kunststofffüllungen eingesetzt werden. Amalgam-Füllungen gelten zwar als ungefährlich, doch die EU will deren Verwendung trotzdem reduzieren. Quecksilber ist nämlich bereits in geringen Mengen giftig - deshalb drohen Gesundheitsrisiken bei der Verarbeitung, der Entsorgung und bei der Verbrennung von Verstorbenen.

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loc/kad/news.de/dpa
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