10.07.2018, 10.10 Uhr

Fall Sophia L.: Wurde die Leipziger Studentin Opfer eines Sexualverbrechens?

Die Studentin Sophia L. ist tot.

Die Studentin Sophia L. ist tot. Bild: dpa

Im Fall der getöteten Tramperin Sophia L. könnten sich die Ermittlungen noch längere Zeit hinziehen. Man müsse zunächst abwarten, wie und wo das Verfahren weitergeführt werde, erklärte ein Polizeisprecher Ende Juni in Bayreuth. Zuvor hatten Polizei und Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass es sich bei einer in Nordspanien gefundenen Frauenleiche um die seit mehr als zwei Wochen vermisste Studentin handelt. Ein DNA-Abgleich brachte Gewissheit.

Fall Sophia L.: Leipziger Studentin vermisst

Die 28-Jährige wollte am 14. Juni von Leipzig nach Bayern trampen. Sie stieg an der Autobahn 9 in einen Lastwagen mit marokkanischer Zulassung, danach verlor sich ihre Spur. Sophia L. stammt aus Amberg in der Oberpfalz.

Wurde Sophia L. missbraucht?

Dringend tatverdächtig ist der 41 Jahre Lkw-Fahrer, den die spanische Polizei zwei Tage vor dem Leichenfund gefasst hatte. Auf welche Weise Sophia L. umkam, veröffentlichte die Polizei noch nicht. Wie spanische Medien aktuell berichten, soll Sophia L. außerdem einem Sexualverbrechen zum Opfer gefallen sein. Dies gehe aus dem Autopsie-Bericht hervor. Außerdem sei darin zu lesen, dass die Studentin an den Folgen "stumpfer Gewalteinwirkung" gestorben sei.

Laut "Tag24" wollte der in Deutschland für die Ermittlungen verantwortliche Bayreuther Staatsanwalt Herbert Potzel die Angaben weder bestätigen noch dementieren. "Uns liegt bislang kein abschließender Autopsie-Bericht vor", erklärte Potzel gegenüber dem Nachrichtenportal.

Tatverdächtiger befindet sich in Spanien in Haft

Da die bisherigen Ermittlungsergebnisse auf einen Tatort in Oberfranken schließen lassen, betreuen Staatsanwaltschaft und Polizei Bayreuth auf deutscher Seite den Fall, zuvor waren die Leipziger Behörden verantwortlich. Der Verdächtige ist derzeit in Spanien. Unklar ist, ob und wann er nach Deutschland ausgeliefert werden kann.

Familie und Freunde von Sophia L. hatten sich in einem offenen Brief über die Polizei beklagt. Man sei nicht ernstgenommen worden, zudem habe es Gerangel um die Zuständigkeiten gegeben, anstatt der Familie zu helfen. Man wolle sich derzeit nicht öffentlich dazu äußern, sagte der Polizeisprecher in Bayreuth.

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rut/news.de/dpa
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