09.06.2018, 17.09 Uhr

Wetter aktuell im Juni 2018: Achtung! Hier ziehen neue Unwetter über Deutschland

Nach dem Unwetter ist vor dem Unwetter: Die nächsten Gewitter nehmen laut Deutschem Wetterdienst bereits Kurs auf Deutschland.

Nach dem Unwetter ist vor dem Unwetter: Die nächsten Gewitter nehmen laut Deutschem Wetterdienst bereits Kurs auf Deutschland. Bild: Julian Stähle / picture alliance / dpa

Flugausfälle in Stuttgart und Frankfurt, überflutete Straßen und Keller: Im Südwesten, in Hessen und Nordrhein-Westfalen haben am Donnerstagabend wieder heftige Unwetter gewütet. In der Nacht zum Freitag klangen die Gewitter ab - doch die Verschnaufpause währt wohl nur kurz.

Wetter im Juni 2018 aktuell: Neue Unwetter vom DWD angekündigt

Ab Mittag rechnen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wieder mit Schauern und Gewittern. Lokal herrsche wieder Unwettergefahr, teilte der DWD auf seiner Homepage mit. Vor allem im Westen und Süden Deutschlands sei feuchtwarme Luft für die Entstehung von Gewittern verantwortlich. Die Gewittertätigkeit breite sich im Laufe des Tages über Süd- und Mitteldeutschland aus und gehe mit örtlichem Starkregen einher. Auch Hagel sei nicht auszuschließen. In der Nacht zum Samstag (09.06.2018) sollen die Gewitter leicht nachlassen, so der Deutsche Wetterdienst in seiner Wetterprognose. Die Aussichten für den Samstag ähneln denen für Freitag: Örtlich ist mit Unwettern inklusive Starkregen, Hagel, Gewitter und Sturm zu rechnen.

Wetter aktuell:"Zorro" hält Nordosten trocken - Gewitter auch am Wochenende

Im äußersten Norden und Osten Deutschlands sorgt auch am Wochenende ein Hoch namens "Zorro" für Trockenheit und warmes Wetter. Schwül und gewittrig bleibt es dagegen im Westen, im Süden und in der Mitte, kündigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag an. Dabei sind teils heftige Schauer und Gewitter mit Unwetterpotenzial durch Starkregen und Hagel möglich. Die Höchstwerte verbleiben im schwül-warmen Bereich von 24 bis 28 Grad, wie die DWD-Meteorologen ankündigten. Im äußersten Norden und Osten hingegen wird es richtig heiß bei Temperaturen von 29 bis 33 Grad.

Am Sonntag nimmt die Gewitterwahrscheinlichkeit auch im Norden und Nordosten zu - das ist eine gute Nachricht für Landwirtschaft und die ausgetrockneten Wälder, in denen bereits seit Tagen Waldbrandgefahr herrscht. Da ähnlich wie bereits in den vergangenen Tagen die Gewitter angesichts kaum vorhandener Luftströmungen gar nicht oder nur langsam wandern, dürfte es allerdings auch im Norden nur punktuell regnen.

Die neue Arbeitswoche startet am Montag im Westen und Südwesten regnerisch, im Laufe des Nachmittags nimmt auch im Osten die Gewitterneigung zu. Bei Höchsttemperaturen von 22 bis 28 Grad bleibt es warm, im Osten und Südosten kann es sogar bis 30 Grad heiß werden.

Juni-Wetter 2018: Unwetter legen Flugverkehr in Stuttgart lahm

Am Stuttgarter Flughafen war am Donnerstagabend wegen des Unwetters über Stunden die Abfertigung eingestellt. "Ich gehe davon aus, dass der Betrieb am Freitag normal stattfinden wird", sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Passagiere und Mitarbeiter hatten am Abend in Flugzeugen, Fahrzeugen oder im Gebäude gewartet. Mehrere Flüge waren annulliert worden.

Unwetter in Stuttgart: Flughafenmitarbeiter mit Stromschlag nach Blitzschlag im Krankenhaus

Ein Mitarbeiter des Airports war nach Polizeiangaben am Donnerstag auf dem Flughafengelände unterwegs, als ein Blitz in seiner Umgebung einschlug. Dadurch habe der 35-Jährige einen Stromschlag bekommen. Er kam vorsorglich zur Beobachtung in ein Krankenhaus. Es gehe ihm gut, sagte eine Flughafen-Sprecherin am Freitag. Zuvor war die Rede davon, der Mann habe in einem Fahrzeug gesessen, als der Blitz einschlug.

Unwetter mit Überflutungen in Stuttgart, Esslingen, Mannheim, Reutlingen und Frankfurt

"Innerhalb von kürzester Zeit waren in Stuttgart Straßen, Keller und Unterführungen überflutet", sagte einSprecher des Polizeipräsidiums Stuttgart am Freitagmorgen. Auch in Reutlingen, Esslingen und Mannheim war die Feuerwehr am Donnerstagabend zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt. Keller liefen voll, Straßen waren überflutet.

In Hessen traf es vor allem das Rhein-Main-Gebiet. Am Frankfurter Flughafen konnten am Abend zeitweise keine Flugzeuge mehr starten und landen. Laut Flughafenbetreiber Fraport fielen rund 180 Flüge aus. In einem Frankfurter Krankenhaus legte nach Polizeiangaben ein vom Starkregen ausgelöster Stromausfall den Betrieb größtenteils lahm. Große Teile der Klinik mussten evakuiert werden, wie ein Polizeisprecher sagte.

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Starke Unwetter in NRW: Sauerland, Ruhrgebiet und Rheinland betroffen

InNordrhein-Westfalen waren vor allem das Sauerland, das Ruhrgebiet und das Rheinland betroffen. In Plettenberg im Nordwesten des Sauerlandes führte Starkregen nach Polizeiangaben zu Ausfällen von Ampelanlagen, vollgelaufenen Kellern und hochgedrückten Gullydeckeln. "Die Lage hatte sich zum Abend wieder beruhigt", sagte eine Polizeisprecherin am frühen Freitagmorgen.

In Bonn brannten zwei Dachstühle nach Blitzeinschlägen, wie die Feuerwehr mitteilte. Verletzte gab es nicht. Die Einsatzkräfte hatten zudem mit vollgelaufenen Kellern und durch Blitzschläge verursachten Baumbränden zu kämpfen.

Auch in Bayern kam es auch zu Überflutungen, vor allem in Oberbayern und Oberfranken sowie München. In Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz hatten die Feuerwehren ebenfalls mit gefluteten Kellern und Straßen zu kämpfen. Außerdem gab es dort einen Erdrutsch.

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loc/jat/news.de/dpa
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