09.05.2018, 12.10 Uhr

Vergewaltigung im Gladbach-Fanzug: Auf Toilette missbraucht: Opfer kann Täter nicht identifizieren

In Offenburg wurde ein Mann Opfer einer tödlichen Messer-Attacke. 

In Offenburg wurde ein Mann Opfer einer tödlichen Messer-Attacke.  Bild: dpa

Schrecklicher Vorfall im Sonderzug der Fans von Borussia Mönchengladbach: Bei der Heimreise vom Auswärtsspiel gegen den FC Bayern München soll es zu einem brutalen Missbrauch gekommen sein. Bei dem Opfer soll es sich um eine 19-jährige Frau aus Bonn handeln, sagte ein Sprecher der Polizei im April. Nach einer zunächst erfolglosen Suche nach dem mutmaßlichen Täter, hat sich der Beschuldigte Mitte April schließlich bei der Polizei gemeldet.

Vergewaltigung im Gladbach-Fanzug: Frau soll auf Zugtoilette missbraucht worden sein

Wie die "Rheinische Post" berichtet, sollen die Eltern der jungen Frau den Vorfall bei der Bundespolizei gemeldet haben. Der Zug fuhr während des Vorfalls gerade durch Hessen, heißt es weiter. Bei seinem nächsten Halt in der Nähe von Frankfurt seien bereits Beamte vor Ort gewesen, um die Frau zu zu dem Vorfall zu befragen.

Nach "Bild"-Informationen soll die junge Frau gegen 1 Uhr Nachts von ihrem Täter angesprochen worden sein. Nach einem kurzen Gespräch habe der Mann die 19-Jährige dann in die Toilette gedrängt, um sie dann zu vergewaltigen.

Vergewaltigung in Gladbach-Fanzug: Opfer erkennt Verdächtigen nicht

Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung in einem Sonderzug für Fußballfans hat eine junge Frau den tatverdächtigen Mann auf Fotos nicht wiedererkannt. Das geht aus einem Untersuchungsbericht der Landesregierung hervor.

Die Aussage der 19-Jährigen sei "von erheblichen Erinnerungslücken geprägt gewesen", heißt es darin. Den beschuldigten Mann habe sie "im Rahmen einer Wahllichtbildvorlage nicht wiedererkannt". Deshalb habe die Staatsanwaltschaft auch keinen Haftbefehl gegen den damals 30-Jährigen beantragt. Der Rechtsausschuss des Landtags will sich am Mittwoch (13.30) mit dem Sexualdelikt in einem Sonderzug voller Fußballfans befassen.

Frau kann Fanzug-Verdächtigen nicht als Vergewaltiger identifizieren

Laut Bericht hatte das betrunkene mutmaßliche Opfer den Beschuldigten Mitte April auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach im "Samba-Wagen" des Fanzuges kennengelernt. Die 19-Jährige habe sich nach ihrer eigenen Aussage erst mit ihm unterhalten, dann hätten sich beide zunächst vor und schließlich in der Toilette des Zuges geküsst. "Obwohl sie weitere Handlungen sexueller Natur gegenüber dem Beschuldigten verbal abgelehnt habe, sei es dann gleichwohl zum Geschlechtsverkehr gekommen", hatte die Frau laut Bericht ausgesagt.

Gladbach-Vergewaltiger bereits hinter Gittern

Der Mann sitzt unabhängig von den jüngsten Vorwürfen hinter Gittern. Er hatte sich am Montag nach der Fahrt in einer Haftanstalt in Nordrhein-Westfalen gemeldet, um wegen einer anderen Straftat eine mehrmonatige Freiheitsstrafe anzutreten. Dabei ging es um eine Strafe wegen Körperverletzung, die ursprünglich zur Bewährung ausgesetzt war.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sba/fka/news.de/dpa
Sternschnuppen im August 2018Wetter aktuell im August 2018Meghan MarkleNeue Nachrichten auf der Startseite