28.02.2018, 11.45 Uhr

Wetter im Februar 2018 aktuell: Lake Effect trifft Deutschland! Das steckt dahinter

Nach den Schneefällen ist Mecklenburg-Vorpommern vielerorts weiß verhüllt.

Nach den Schneefällen ist Mecklenburg-Vorpommern vielerorts weiß verhüllt. Bild: dpa

Einen Kälterekord hat der Winter in der Nacht zum Dienstag auf der Zugspitze gebracht. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurden minus 30,4 Grad auf Deutschlands höchstem Gipfel gemessen - der niedrigste Wert des Jahres. 24 Stunden zuvor waren die Temperaturen auf minus 27 Grad gesunken. Deutschland hat insgesamt wieder eine frostige Nacht erlebt. "Im Norden ist es etwa drei Grad kälter als in der Nacht davor, im Süden etwas wärmer", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Morgen.

Wetter Ende Februar 2018 aktuell: Eisige Kälte lässt Deutschland zittern

Eisiger Wind aus dem Osten türmt den Schnee an der Ostseeküste weiter auf. Eis und Schneeverwehungen brachten manche Autofahrer am Dienstagmorgen in Schwierigkeiten, wie die Polizei mitteilte. So kam es im Raum Neubrandenburg zu Unfällen. "Es ist eben Winter", sagte ein Polizeisprecher. Autofahrer mussten insbesondere in Richtung Hamburg aufgrund des Schneefalls mehr Zeit auf den Straßen einplanen. Ein aus dem Osten herannahendes Tief bringt wohl noch mehr Schnee und Wind, wie der DWD mitteilte.

"Lake Effect" bringt Schneestürme an der Ostsee

Schuld an den kräftigen Schneeschauern ist der "Lake Effect" (Lake Effect Snow, Snowsquall). Dieses Wetterphänomen tritt hauptsächlich in den Gebieten um die Großen Seen in Nordamerika auf. Aber auch in Deutschland kann es während der Wintermonate vor allem im Bereich der Ostsee zum "Lake Effect" kommen.

Dabei zieht im Winter kalte Luft über große Seeflächen mit warmem Wasser. Der aufgenommene Wasserdampf gefriert recht schnell und geht an den Ufern als Schnee nieder. Verstärkt wird dieser Effekt durch Luftströmungen entgegen der Windrichtung. Dadurch kann es in einem schmalen Streifen in kurzer Zeit zu extrem viel Neuschnee kommen.

In der Nacht zum Dienstag schneite es vor allem auf den Ostseeinseln Rügen und Usedom schon ordentlich. "Die Ostsee ist im Verhältnis zu der Luft, die über sie strömt, recht warm. Das muss irgendwie ausgeglichen werden und dadurch bilden sich Schauer, die in Form von Schneefall runterkommen", sagte ein DWD-Sprecher über das Phänomen. Während die Temperaturen weiter im Binnenland mancherorts in den zweistelligen Minusbereich fallen konnten, waren die Temperaturen auf den Ostseeinseln etwas milder.

Wetter

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bua/kad/news.de/dpa
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