22.01.2018, 14.38 Uhr

Fall Maddie McCann: Maddie-Ermittler wollte Täter mit Lockvogel-Kind ködern

Kate und Gerry McCann 2007 in Berlin während einer Pressekonferenz in Berlin.

Kate und Gerry McCann 2007 in Berlin während einer Pressekonferenz in Berlin. Bild: dpa

Madeleine McCanns Eltern werden beschuldigt, ein Kind als Köder benutzt zu haben, um den Entführer ihrer Tochter auszuspeien. Das soll in Zusammenarbeit mit dem Privatdetektiv Kevin Halligen passiert sein. Dieser soll ein Paar mit einem jungen Mädchen rekrutiert haben, um in Portugal in Praia da Luz herumzulaufen - wo Madeleine 2007 im Alter von drei Jahren verschwand.

Im Dokumentarfilm "The Conman And The McCanns" sollen nun die prekären Details an die Öffentlichkeit kommen. So sagt Sicherheitsexperte Richard Parton: "Er hat ein Paar engagiert, das mit ihrem Kind in Urlaub fahren musste. Das Mädchen sah Madeleine sehr ähnlich. Anscheinend sollte sie als Köder benutzt werden."

Kevin Halligen versprach Satellitenbilder und ehemalige FBI-, CIA- und Special-Force-Offiziere

Laut "Daily Mail" wurde eine Summe von 500.000 Pfund (570.00 Euro) mit Kevin Halligen ausgemacht, woraufhin der sich ein Jahr Zeit erbat, um seine eigenen Spuren in Fall Maddie zu verfolgen. Er rühmte sich, ehemalige FBI-, CIA- und Special-Force-Offiziere für verdeckte Ermittlungen und Informationsbeschaffung in Portugal zu beschäftigen. Der Detektiv behauptete sogar, er könne Satellitenbilder und Details des Telefonverkehrs aus der Nacht, in der Maddie verschwand, liefern.

Doch bei den angeblichen Satellitenbildern handelte es sich lediglich um Screenshots von Googlemaps, die Angestellten Halligans wurden nicht rechtzeitig bezahlt und der Telefonverkehr nie untersucht, berichtet "Daily Mail" weiter. Daraufhin sollen die McCanns, die Zusammenarbeit vorzeitig beendet haben. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie bereits 300.000 Pfund an den Betrüger überwiesen.

Kurz darauf wurde Halligan wurde im Vereinigten Königreich verhaftet und nach Amerika wegen Betrugs in einem anderen Fall ausgeliefert.

"Haus voller Blut" - Betrüger-Detektiv tot aufgefunden

Nun wurde der Detektiv tot aufgefunden, wodurch die ganzen Ausmaße seiner bizarren Ermittlungsmethoden ans Licht kamen. "Wir wurden am Montag zu einer Adresse in Guildford gerufen, nachdem ein Mann in den Fünfzigern nach plötzlichen Unwohlsein, verstorben war.", so ein Sprecher der Polizei. "Der Tod wird als ungeklärt behandelt und eine Akte wird zu gegebener Zeit an das Büro des Leichenbeschauers weitergeleitet werden."

Ein ehemaliger Kollege von Halligan verriet außerdem: "Das Haus war voller Blut bedeckt, aber anscheinend lag das daran, das Kevin gestürzt war." Zu den genau Todesumständen wollte sich die Polizei bis jetzt noch nicht äußern.

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mag/koj/news.de
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