18.01.2018, 09.08 Uhr

Unfall-Drama in Niedersachsen: Drei Jugendliche sterben bei illegalen Autorennen

In Visselhövede (Niedersachsen) ist ein 17-jähriger mit dem Auto seiner Eltern geprallt gegen einen abgestellten Kranwagen geprallt. Der Jugendliche wurde noch schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, starb aber bald darauf.

In Visselhövede (Niedersachsen) ist ein 17-jähriger mit dem Auto seiner Eltern geprallt gegen einen abgestellten Kranwagen geprallt. Der Jugendliche wurde noch schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, starb aber bald darauf. Bild: dpa

Bei zwei unerlaubten Autotouren sind in Niedersachsen in der Nacht zu Samstag in den Kreisen Leer und Rotenburg drei Jugendliche im Alter von 14, 15 und 17 Jahren ums Leben gekommen. Die beiden Jüngeren starben, als sie mit dem Wagen in einen Kanal stürzten. Der 17-Jährige prallte gegen einen Kranwagen.

3 tote Jugendliche bei illegalen Autofahrten in Niedersachsen

Im ostfriesischen Westrhauderfehn fuhr ein mit einem 14- und einem 15-Jährigen besetztes Auto mittig über einen Kreisverkehr, kam von der Straße ab und stürzte in einen Kanal. Weil der Wagen einen Teil des Brückenpfeilers traf, habe es sich gedreht und sei mit dem Dach im Wasser gelandet, sagte ein Polizeisprecher. Die Jungen konnten nur noch tot aus dem Fahrzeug geborgen werden. Laut Sprecher hatten die beiden sich unerlaubt das Auto der Eltern des 14-Jährigen genommen.

Teenager waren nicht angeschnallt

Weshalb die 14 und 15 Jahre alten Jugendlichen sich nicht selbst aus dem Auto imKanal befreien konnte, war zunächst unklar. Sie waren nach Angaben der Feuerwehr nicht mehr angeschnallt, als die Rettungskräfte sie aus dem Wasser holten. "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Jugendlichen bereits nicht mehr bei Bewusstsein waren, als sie mit demWagen im Wasser landeten", sagte der Feuerwehrsprecher. Außerdem sei der Kanal voller Schlamm.

Das Unglück sei von Rettungskräften nur durch Zufall bemerkt worden, sagte der Sprecher der Feuerwehr im Landkreis Leer, Dominik Janßen. Helfer des Roten Kreuzes seien auf dem Weg nach Hause von einem Brandeinsatz gewesen, als sie das Auto im Kanal entdeckten. Wie lange es dort schon gelegen hatte, sei nicht klar, sagte Janßen. "Das ist ein kleines Dorf, da ist nachts kein Verkehr auf den Straßen."

17-Jährige stirbt bei Unfall mit Kranwagen

In der Nähe von Bremen hatte sich ein 17-Jähriger ebenfalls nachts unerlaubt das Auto seiner Eltern genommen. Er prallte in Visselhövede gegen einen an der Straße abgestellten Kranwagen. Der Jugendliche wurde noch schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, starb aber bald darauf. Wahrscheinlich war er zu schnell unterwegs und stand unter Alkoholeinfluss. Einen Führerschein hatte er nicht.

Der 17-Jährige war kurz vor der Fahrt mit mehreren Freunden unterwegs gewesen, wie die Polizei mitteilte. Die Freunde befanden sich als Fußgänger auf der Straße in der Nähe des Unfalls und wurden durch den lauten Knall darauf aufmerksam. Sie alarmierten den Notruf.

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sba/news.de/dpa
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