17.01.2018, 10.30 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt: Schlimmer Verdacht! 20 tote Kegelrobben - wurden sie ertränkt?

Noch nie in den vergangenen 50 Jahren wurden so viele tote Meeressäuger in Mecklenburg-Vorpommern gefunden wie Ende 2017.

Noch nie in den vergangenen 50 Jahren wurden so viele tote Meeressäuger in Mecklenburg-Vorpommern gefunden wie Ende 2017. Bild: dpa

Mehr als 20 tote Kegelrobben sind Ende 2017 im Greifswalder Bodden gefunden worden - nun gibt es Hinweise, dass sie eines nicht natürlichen Todes starben. Nach einer Anzeige des Deutschen Meeresmuseums in der Hansestadt Stralsund ermittelt die Staatsanwaltschaft Stralsund, wie die "Ostsee-Zeitung" berichtet. Die Staatsanwaltschaft gehen den Hinweisen nach, bestätigte Sprecher Martin Cloppenburg. Ermittelt werde wegen des möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und das Bundesnaturschutzgesetz.

Meeresmuseum Mecklenburg-Vorpommern erstattet Anzeige gegen Unbekannt

Das Meeresmuseum inMecklenburg-Vorpommern erstattete dem Bericht zufolge Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft betonte, in alle Richtungen zu ermitteln, erklärte aber: "Es gibt Tatverdächtige im Sinne eines Anfangsverdachtes."

Robben wurden wohl ertränkt

Labor-Untersuchungen hätten ergeben, dass die äußerlich unversehrten Tiere weder an Viren, Bakterien oder Giften verendet waren, sagte der Kurator für Meeressäuger, Michael Dähne. Nach der Ausschlussmethode komme nur ein akutes Herz-Kreislaufversagen in Betracht, vermutlich verursacht durch Ertrinken, sagte Dähne. Als Meeressäuger müssen die Robben zum Atmen immer wieder an die Wasseroberfläche.

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loc/news.de/dpa
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