14.11.2017, 10.02 Uhr

Erdbeben in Iran und Irak: Über 400 Tote und 7.000 Verletzte nach schwerem Erdbeben in Kurdenregion

Ein schweres Erdbeben im Iran hat hunderte Opfer gefordert.

Ein schweres Erdbeben im Iran hat hunderte Opfer gefordert. Bild: dpa

Nach dem schweren Erdbeben in den südlichen Kurdengebieten in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Nordirak ist die Zahl der Toten auf mehr als 200 gestiegen. Dem iranischen Innenministerium zufolge gab es am Montag 207 Tote und 1.700 Verletzte. Weitere Opfer werden befürchtet.

+++ Dienstag, 14.11.2017, 09:59 Uhr: Schon mehr als 400 Todesopfer nach schweren Erdstößen +++

Laut Innenministerium in Teheran wurden am Montag im Iran zunächst 348 Tote und 6600 Verletzte gezählt und weitere Opfer befürchtet, im Irak kamen zunächst 8 Todesopfer hinzu. Am Abend hieß es von staatlichen iranischen Medien, die Zahl der Toten habe die Zahl 400 überschritten. Es war von 445 bis 450 Todesopfern die Rede und von über 7000 Verletzten.

Laut Geoforschungszentrum Potsdam lag der Mittelpunkt des Bebens in etwa 34 Kilometern Tiefe in der westiranischen Provinz Kermanschah. Rettungskräfte konnten erst acht Stunden nach dem Beben ihre Bergungsarbeiten wirklich beginnen. Sie mussten warten, bis es in den betroffenen Gebieten wieder hell wurde. Danach stiegen die Opferzahlen fast im Minutentakt. Bis Montagmittag gab es zudem über 140 Nachbeben in mehreren Provinzstädten.

+++ Montag, 13.11.2017, 09:51 Uhr: Mehr als 320 Tote nach Erdbeben in Kurdengebieten +++

Nach dem schweren Erdbeben in den südlichen Kurdengebieten in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Nordirak ist die Zahl der Toten auf mehr als 320 gestiegen. Dem iranischen Innenministerium zufolge gab es am Montag 328 Tote und 2530 Verletzte. Das Erdbeben der Stärke 7,3 hatte die Region am Sonntagabend erschüttert. Laut dem Geoforschungszentrum Potsdam lag das Zentrum des Bebens in etwa 34 Kilometern Tiefe in der iranischen Provinz Kermanschah. Die abgelegene Bergregion ist relativ dünn besiedelt.

Erdbeben der Stärke 7,3 erschüttert Kurden-Gebiet - Hilfe ist angelaufen

Das Erdbeben der Stärke 7,3 hatte die Region am Sonntagabend erschüttert. Laut dem Geoforschungszentrum Potsdam lag das Zentrum des Bebens in etwa 34 Kilometern Tiefe in der iranischen Provinz Kermanschah. Die abgelegeneBergregion ist relativ dünn besiedelt. US-Experten der Erdbebenwarte USGS verorteten das Epizentrum etwas weiter westlich auf irakischer Seite der Grenze. Später am Abend wurde ein Nachbeben der Stärke 4,5 registriert.

Ein Frachtflugzeug der türkischen Armee mit einem Hilfsteam aus Bergungsexperten und medizinischem Personal sei von der türkischen Hauptstadt Ankara aus ins irakische Süleymaniye in der Nähe des Epizentrums gestartet. Der türkische Rote Halbmond bringe außerdem Tausende Zelte und Decken in die Katastrophenregion. In der Türkei seien aber keine Todesopfer oder Schäden zu beklagen gewesen.

Irakische Grenzstädte rufen Notstand aus

Mehrere kurdische Medien berichteten übereinstimmend, das Beben sei in zahlreichen kurdischen Städten und Provinzen wie Halabdscha, Erbil und Duhok zu spüren gewesen. Die irakischen Grenzstädte Halabdscha und Sulaimaniyya riefen Medienberichten zufolge den Notstand aus.

Die Hilfsorganisation Roter Halbmond in der Türkei sagte den Betroffenen ihre Hilfe zu, wie der kurdische Fernsehsender Rudaw in der Nacht zu Montag berichtete. Demnach will der Rettungsdienst unter anderem 3.000 Zelte, jeweils 10.000 Betten und Decken sowie mobile Küchen und Heizgeräte in die Region senden.

Rettungsarbeiten können erst bei Tageslicht beginnen

Der türkische Gesundheitsminister Ahmed Demircan bot zudem dem Nordirak Hilfe an, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Das Beben soll Berichten zufolge auch in weit entfernten Gebieten zu spüren gewesen sein, so in Kuwait und in Teilen der Türkei. Die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) twitterte, man beobachte die Situation in der Erdbebenregion und halte sich für Einsätze bereit.

Die Rettungsarbeiten könnten aber erst am Morgen beginnen, wenn es wieder hell wird, hieß es. Wie viele Menschen sich noch unter den Trümmern befinden, war zunächst unklar.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

gea/news.de/dpa
Asteroid 1996 GTBrückentage 2020Andrea Berg und Helene FischerNeue Nachrichten auf der Startseite