28.09.2017, 14.15 Uhr

Lebensmittel- und Drogeriemärkte in Angst: Unbekannter vergiftet Lebensmittel - Die Polizei sucht DIESEN Mann!

Im Fall der vergifteten Lebensmittel fahndet die Polizei nun nach diesem Mann.

Im Fall der vergifteten Lebensmittel fahndet die Polizei nun nach diesem Mann. Bild: Polizei Konstanz

Mit der Vergiftung von Lebensmitteln will ein Unbekannter von deutschen Supermärkten und Drogerien eine zweistellige Millionensumme erpressen. Fünf vergiftete Gläschen Babynahrung seien in Friedrichshafen am Bodensee gefunden worden, wie die Polizei in Konstanz am Donnerstag mitteilte. Die Ermittler gehen zwar davon aus, alle betroffenen Gläser entdeckt zu haben. Die Drohung umfasse aber nicht nur Babynahrung. Um den Fall zu klären, wurde eine Sonderkommission "Apfel" mit rund 220 Ermittlern gegründet. Eine internationale Fahndung nach dem Erpresser, vor allem in Österreich und der Schweiz, läuft.

Unbekannter will Produkte in Lebensmittel- und Drogeriemärkten vergiften

Der Täter hat demnach in einem Schreiben, das er den Konzernen und auch der Polizei zukommen ließ, angekündigt, Produkte in Lebensmittel- und Drogeriemärkten im In- und Ausland zu manipulieren. Diese wolle er mit einer Substanz vergiften. In der E-Mail sprach er konkret auch Märkte in Friedrichshafen am Bodensee an.

Erpresser vergiftet Babynahrung: DIESE Märkte und Drogerien sind betroffen

Wie die "Bild"-Zeitung bereits vor der Pressekonferenz erfahren haben will, haben Aldi, Rossmann, Lidl, DM, Müller, Edeka, Norma und Rewe Erpresserschreiben bekommen. Darin soll der Erpresser über 10 Millionen Euro fordern. Weiter behauptet er, dass er in den Geschäften bereits Gift in Babynahrung gemischt habe.

Die Polizei hat inzwischen reagiert und jegliche Baby-Nahrung aus den Regalen geräumt. Dabei mussten sie feststellen, dass bereits mehrere Gläser mit Gift präpariert worden sind. Dem Bericht nach, kann das Gift Kleinkinder nicht nur schwerst verletzten sondern sogar töten.

Polizei ruft Verbraucher zu besonderer Aufmerksamkeit auf

Die Polizei in Konstanz nimmt die Drohung der Lebensmittelerpressung "sehr ernst". Der unbekannte Täter habe fünf Lebensmittelprodukte manipuliert, diese Lebensmittel konnten von der Polizei sichergestellt werden. Die Kameraüberwachung in einem Markt habe eine Person aufgenommen, die verdächtigt wird, die Tat verübt zu haben, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Darauf sollten Verbraucher jetzt achten!

Die Ermittler bitten Kunden zudem um besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit. Es drohten "sehr ernsthafte Gesundheitsgefahren bis hin zum Tod", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die Menschen sollten auf manipulierte Produkte achten und die Polizei informieren. Es gebe keinen Grund für Panik und Hysterie. Dennoch sollten auffällige Verpackungen dringend bei den jeweiligen Händlern gemeldet werden. Ministerialrätin Petra Mock vom Verbraucherschutzministerium in Stuttgart erklärte: "Ordnungsgemäß verpackte Lebensmittel in Glasverpackungen haben üblicherweise einen Deckel, der nach innen gewölbt ist aufgrund des Vakuums." Beim Öffnen höre man ein Klacken.

Polizei: Konzentrieren uns nicht nur auf Babynahrung

Auch weist die Polizei darauf hin, dass es sich bei den vergifteten Lebensmitteln nicht ausschließlich um Babynahrung handelt. Bei den ersten Produkten, die der Täter kontaminiert hat, handelt es sich laut Polizei in Konstanz um Gläschen mit Babynahrung. Es sei jedoch falsch, sich nur auf Babynahrung zu konzentrieren. Der Täter geht skrupellos vor, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte. "Wir nehmen den Täter ernst."

Behörden: Lebensmittelerpresser verwendete Ethylenglykol

Als Schadstoff bei der Lebensmittelerpressung ist den Behörden zufolge Ethylenglykol verwendet worden. "Es wurde in die Nahrung eingerührt", sagte Ministerialrätin Petra Mock am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Konstanz. Es handele sich um eine klare, süß schmeckende Flüssigkeit. "Schon 30 Milliliter sind bei Erwachsenen gesundheitsgefährdend", sagte sie. Ethylenglykol müsse aber nicht tödlich sein, wenn rechtzeitig ärztlich dagegen vorgegangen werde, sagte Mock.

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