16.09.2017, 09.37 Uhr

Schüsse von Villingendorf: Großfahndung geht weiter! Tötete der Dreifach-Killer aus Eifersucht?

Die Polizei fahndet nach Drazen Dakic.

Die Polizei fahndet nach Drazen Dakic. Bild: dpa

Drei Tote bei einem Verbrechen im Schwarzwald: Ein 40-Jähriger soll in Villingendorf seinen sechs Jahre alten Sohn, den neuen Lebensgefährten seiner Ex und dessen Cousine erschossen haben. Die Mutter des getöteten Sechsjährigen, der erst am Donnerstag eingeschult worden war, flüchtete zu einer Nachbarin. Auch ein dreijähriges Mädchen überlebte. Bis zum frühen Samstagmorgen brachte die Großfahndung der Polizei keinErgebnis.

Schießerei in Villingendorf bei Rottweil: Fahndung nach tatverdächtigem Drazen Dakic

Bei der gesuchten und dringen tatverdächtigen Person handelt es sich um den 40-jährigen Kroaten Drazen Dakic, der Vater des Jungen. Der Täter sei 40 Jahre alt und auf der Flucht, teilte die Polizei mit. Zur Beschreibung von Drazen Dakic: Dunkle, kurze Haare, braune Augen und dünne Lippen. Er ist 1,77 cm groß und wurde zuletzt mit einer schwarzen, längeren Jacke bekleidet gesehen.

Am Freitagabend wurde die Suche in dem umliegenden Waldgebiet ergebnislos abgeschlossen. "Wir haben dort niemanden gefunden", sagte Polizeisprecher Thomas Kalmbach. In Deutschland sowie international werde weiter nach dem Mann gefahndet. Ob es an diesem Samstag neue Anhaltspunkte für eine Wiederaufnahme der Suche in der Umgebung des Dorfes gibt, sei noch nicht absehbar.

Schüsse in Villingendorf: Polizei geht von Beziehungstat aus

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einer Beziehungstat aus. Kaltblütig und unvermittelt habe derTodesschütze am Donnerstagabend das Feuer auf seine Opfer eröffnet. "Die Personen dürften keinerlei Chancen gehabt haben, dem zu entkommen", sagte Ermittlungsleiter Rolf Straub bei einer Pressekonferenz in Villingendorf. Der Täter feuerte aus einer Langwaffe, wohl aus Beständen der ehemaligen jugoslawischen Armee. Bei dem Flüchtigen handelt es sich um einen Kroaten.

Es sei davon auszugehen, dass er die Waffe noch bei sich führt. Bei der Langwaffe handele es sich vermutlich um ein Gewehr, hieß es später bei der Polizei auf Nachfrage. "Aber so lange wir die Waffe nicht haben, können wir das nicht ganz genau wissen", sagte Kalmbach.

Fahndung nach mutmaßlichen Täter Drazen Dakic auch im Ausland

Die Ermittler banden auch die Nachbarländer in die Fahndung ein. Die Behörden in Österreich, Frankreich und der Schweiz seien ebenso wie das Nachbarbundesland Bayern unterrichtet worden, sagte Straub.

Der 40-Jährige soll zunächst mit einem Kleinwagen mit KN-Zulassung (Landkreis Konstanz) geflohen sein. Das mutmaßliche Fluchtfahrzeug sei in der Gemeinde Herrenzimmern in der Nähe des Tatorts gefunden worden, sagte der Ermittlungsleiter. Das sei nun der Fahndungsschwerpunkt. "Wir haben (im Moment) leider keine Hinweise auf den Aufenthalt. Natürlich nutzen wir weitere kriminaltaktische Maßnahmen wie etwa die Überprüfung des persönlichen Umfelds."

Themen: Fahndung
Seiten: 12
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