18.08.2017, 10.18 Uhr

Hurrikan aktuell: Erstes Todesopfer! Hurrikan Gert zieht nach Europa

Hurrikan Gert soll am Sonntag auf Großbritannien treffen (Symbolbild).

Hurrikan Gert soll am Sonntag auf Großbritannien treffen (Symbolbild). Bild: dpa

Mit dem Sommer scheint es dieses Jahr wirklich nichts mehr zu werden. Schon am Wochenende werden starke Stürme und Regengüsse vorhergesagt. Schuld daran ist Hurrikan Gert, der sich gerade auf den Weg nach Großbritannien macht und auch an Deutschland nicht ganz spurlos vorbeigehen wird.

Windgeschwindigkeiten von 63 bis 118 km/h! Hurrikan Gert nimmt kurz auf Europa

Aktuell hat Hurrikan Gert das Gebiet südlich von Neufundland fest im im Griff. Wie "Wetter24.de" berichtet, war er zuvor gestärkt durch das warme Wasser des Golfstroms vom National Hurricane Center (NHC) als Kategorie 2 eingestuft worden und hatte Windgeschwindigkeiten von 160 Stundenkilometern aufgewiesen. Glücklicherweise war er nicht auf Land getroffen, wodurch sich die Schäden gering hielten. Dennoch sollten Menschen, die in Küstenregionen leben, vorsichtig sein. Die Behörden warnen vor starkem Wellengang und Strömungen. Besonders Surfer sollten nicht leichtsinnig sein. Bereits am Mittwoch wurde ein Mann durch den Sog in den Tod gerissen.

Ein Satellitenbild des Hurrikans Patricia vom Oktober 2016.

Ein Satellitenbild des Hurrikans Patricia vom Oktober 2016. Bild: dpa

Am Sonntag soll er auf Großbritannien treffen, dort aber nur noch Windgeschwindigkeiten von 63 bis 118 Stundenkilometer hervorbringen. "Immer wieder kommen Hurrikans bis nach Europa voran. Dann aber meist als normales Tiefdruckgebiet", gibt Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber "bild.de" Entwarnung.

Das ist der Unterschied zwischen einem Hurrikan und einem Tornado

Auch in Deutschland werden mittlerweile immer wieder Tornados gesichtet. Doch kann man diese mit einem Hurrikan vergleichen? Eher nicht, denn Hurrikans entstehen auf eine ganz andere Art und sind wesentlich länger aktiv. Sie bilden sich üblicherweise über dem Nordwestatlantik und können Windgeschwindigkeiten von über 118 Stundenkilometer entwickeln. Durchschnittlich haben sie eine Ausdehnung von 100 Kilometern, aber sie können auch wesentlich größer werden. So wurde bei Hurrikan Sandy 2012 ein Durchmesser von über 1.000 Kilometern gemessen. Tornados sind hingegen wesentlich kurzlebiger und kleiner. Dennoch können sie verheerende Schäden anrichten und für den Menschen lebensgefährlich werden.

Hurrikan Matthew der Kategorie 4 über Haiti, Kuba und Jamaika.

Hurrikan Matthew der Kategorie 4 über Haiti, Kuba und Jamaika. Bild: dpa

Lesen Sie auch: Hagel, Sturmböen und Starkregen folgen auf Sahara-Hitze

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

mag/loc/news.de
Wetter im April 2019Terror in Sri LankaHeidi Klum und Freund Tom KaulitzNeue Nachrichten auf der Startseite