10.07.2017, 10.11 Uhr

Wetter im Juli 2017: Vorsicht! Hier drohen aktuell schon wieder Gewitter und Unwetter

Der Deutsche Wetterdienst sagt für die nächsten Tage erneut Gewitter und Unwetter voraus.

Der Deutsche Wetterdienst sagt für die nächsten Tage erneut Gewitter und Unwetter voraus. Bild: dpa

Schwere Unwetter haben in Niedersachsen und Baden-Württemberg örtlich vernichtende Spuren hinterlassen. In Goldenstedt und Visbek im Landkreis Vechta richtete der Sturm nach Polizeiangaben Schäden in Millionenhöhe an. Bäume stürzten am Freitagabend auf Häuser, Stallungen, Autos und Photovoltaikanlagen. Verletzt wurde bei dem Unwetter niemand.

Unwetter und Gewitter sorgen für Überflutung in Baden-Württemberg und Niedersachsen

Im Süden Baden-Württembergs fielen am Samstag binnen vier Stunden laut Deutschem Wetterdienst (DWD) örtlich 120 Liter Regen pro Quadratmeter. Umgestürzte Bäume beschädigten Fahrzeuge und blockierten zeitweise mehrere Straßen. Der Riedleparktunnel in Friedrichshafen war auch am Sonntag noch wegen Überflutung gesperrt.

Von dem Starkregen betroffen waren nach Polizeiangaben der Bodenseekreis sowie die Landkreise Konstanz und Ravensburg. Vor allem vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume machten den Bewohnern und Einsatzkräften viel Arbeit. Zeitweise waren rund 650 Feuerwehrleute, 50 THW-Helfer und 30 Rettungskräfte zugleich im Einsatz, wie der Feuerwehrverband mitteilte.

In Saarbrücken fielen in der Nacht zum Montag pro Quadratmeter und Stunde mancherorts 49 Liter Regen. Zahlreiche Keller liefen voll, Bäume stürzten um. Erst vor anderthalb Wochen hatte sintflutartiger Regen in Berlin und Brandenburg zu starken Überschwemmungen geführt. Örtlich fiel binnen weniger als 24 Stunden mehr als doppelt so viel Regen wie sonst im ganzen Monat.

Wetter aktuell im Juli 2017: Wettervorhersage für Deutschland bis Mittwoch

Schon am Montag kann es in Niedersachsen nach DWD-Angaben erneut Unwetter mit Gewittern und viel Regen geben. Schuld daran ist Tief "Wolf", das mit feuchten Luftmassen schauerartige Regenfälle und Gewitter bringt, die auch von Starkregen begleitet sein können. Am Mittwoch soll dann bereits "Xavier" als nächstes Tief über Deutschland hinwegziehen. Drei Kaltfronten überqueren Deutschland bis Mittwoch und jeden Tag wird es etwas kälter. "Frostbeulen werden wir uns aber keine holen", sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach am Sonntag. Am Montag ziehen schauerartiger Regen und kräftige Gewitter weiter Richtung Osten und Nordosten. Lokal besteht für einige Gebiete Unwettergefahr, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf seiner Internetseite informiert. Dabei ist neben Starkregen auch Hagel möglich, wobei es am Montagnachmittag im Süden und Westen zu Gewittern kommen kann.

Mit Regen und Gewittern müssen wir auch am Dienstag rechnen, aber hier und da zeigt sich dann mal die Sonne. Ähnlich sieht es Mittwoch aus, doch hier scheint vor allem südlich der Donau länger die Sonne. Die Höchstwerte bleiben laut DWD, abgesehen vom Norden, immer über 20 Grad bis zum Mittwoch. Ab Donnerstag soll das Wetter dann wieder besser werden - doch schon am Freitag könnte es wieder regnen und gewittern. "Der Sommer kocht vorerst auf Sparflamme", sagte DWD-Experte Simon Trippler.

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kad/sam/news.de/dpa
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