22.06.2017, 08.39 Uhr

Wetter im Juni 2017: Baum stürzt bei Unwetter auf Auto - Fahrer tot

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Unwettern.

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Unwettern. Bild: dpa

Die Hitzewelle in Deutschland erreicht an diesem Donnerstag - einen Tag nach dem offiziellen Sommerbeginn - ihren bisherigen Höhepunkt. Im Südwesten könnten die Temperaturen auf 38 Grad klettern, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Mittwoch mitteilte. Tief "Paul" bringt demnach auch Hitze Richtung Norden und Nordosten, so dass auch dort mehr als 30 Grad möglich sind. Mit der Hitze bleibt die Waldbrandgefahr. Am Mittwoch war die Gefahrenstufe laut DWD vor allem in Bayern mancherorts noch hoch.

Mann stirbt bei Unwetter im Norden - Auto unter Baum begraben

Bei dem schweren Unwetter über Norddeutschland ist in der Nähe von Uelzen ein 50 Jahre alter Mann gestorben. Er wartete am Donnerstag während des Sturms in einem Auto auf einem Parkplatz in Holdenstedt, als ein Baum auf den Wagen stürzte. Seine Frau überlebte leicht verletzt, für den Mann kam jede Hilfe zu spät, sagte ein Polizeisprecher in Lüneburg. Unweit davon wurde eine Radfahrerin auf einer Hauptstraße ebenfalls von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt.

Tornado hinterlässt Verwüstung südlich von Hamburg

Ein Tornado hat im Kreis Harburg südlich von Hamburg nach Angaben der Feuerwehr große Verwüstung hinterlassen. Verletzte habe es aber nach bisherigem Stand nicht gegeben, sagte Feuerwehrsprecher Matthias Köhlbrandt am Donnerstag. Dächer seien abgedeckt worden, Bäume umgeknickt. In der Gemeinde Fliegenberg sei eine Schafherde mit 20 bis 30 Tieren unter umgestürzten Bäumen begraben worden, zahlreiche Tiere seien verendet. "Die Spuren sprechen ein deutliches Bild hier. Das war ein Tornado-Ereignis", sagte der Feuerwehrmann. Die Helfer seien zu 250 Einsätzen ausgerückt.

Bahn stellt Verkehr im Norden wegen Unwetters ein

Wegen eines heftigen Unwetters hat die Deutsche Bahn den Verkehr zwischen Hannover, Hamburg, Kiel und Bremen eingestellt. Das teilte die Bahn am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das regionale Bahnunternehmen Metronom teilte mit, durch das starke Unwetter und dadurch umgestürzte Bäume seien Strecken kaum oder nur mit großen Einschränkungen zu befahren.

Betroffen seien die Linien von Uelzen, Bremen und Cuxhaven nach Hamburg. Züge könnten gar nicht mehr oder nur mit großen Verspätungen fahren. In Hamburg warnten Polizei und Feuerwehr vor dem Unwetter mit Blitz und Donner, Hagel und starkem Regen.

Hitzewelle sorgt für erhöhte Waldbrandgefahr

Das galt auch für einige Gebiete in Baden-Württemberg. Beispielsweise in Stuttgart sind seit Mittwoch alle öffentlichen Grillstellen in Grünanlagen und im Wald gesperrt. "Bereits unachtsam weggeworfene Glasflaschen können über den Lupeneffekt Brände auslösen", sagte der stellvertretende Amtsleiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes, Hagen Dilling.

Wettervorhersage aktuell: Hier drohen am 22.06.17 schwere Unwetter

Im Laufe des Donnerstags wird sich das Wetter in Deutschland ändern: Dann sollen sich laut DWD von der Mitte bis in den Norden teilweise heftige und unwetterartige Gewitter entwickeln. Bundesländer wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sollen besonders von den Unwettern betroffen sein, berichtet "wetter.de". "Dabei sind Starkregen, schwere Sturmböen und großer Hagel möglich", warnten die Meteorologen. Im Süden sind Gewitter seltener und treten voraussichtlich vor allem im Bergland auf.

Hagel, Starkregen und Sturm! So wird das Juni-Wetter in Deutschland

Auch in der Nacht zum Freitag sind in Teilen des Landes Hagel, Starkregen und schwere Sturmböen zu erwarten. Auch das Tornadorisiko ist laut "wetter.de" an diesem Donnerstag deutlich erhöht. Im Tagesverlauf bleibt es im Norden wechselnd bis stark bewölkt. Viel Sonne gibt es im Süden. Teils kräftige Gewitter drohen einmal mehr im Bergland. Die Temperaturen steigen am Freitag auf 19 bis 25 Grad im Norden, sonst werden 26 bis 34 Grad erwartet.

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sba/sam/news.de/dpa
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