19.05.2017, 08.41 Uhr

Amokfahrt am Times Square New York: Auto rast in Menschenmenge - Mehr als 20 Verletzte, 1 Tote

Ein Ex-Soldat raste auf dem Times Square in eine Menschenmenge.

Ein Ex-Soldat raste auf dem Times Square in eine Menschenmenge. Bild: Mary Altaffer/dpa

Der Autofahrer, der am NewYorker Times Square mit hohem Tempo über den Gehweg gerast ist und dabei eine Frau tötete und 22 weitere Menschen verletzte, stand möglicherweise unter Einfluss von Drogen. Der 26-jährige Richard Rojas, ein Ex-Soldat der US-Marine aus dem Stadtteil Bronx, habe möglicherweise eine als "K2" oder "Spice" bekannte Droge konsumiert, die auch als synthetisches Marihuana bezeichnet wird. Das berichteten die TV-Sender CBS und "NY1" unter Berufung auf Strafverfolger.

New York: Ex-Soldat rast mit Auto in Menschenmenge auf Times Square

Rojas hatte am Donnerstag gegen 12 Uhr mittags (Ortszeit) mit seinem Pkw auf einer Kreuzung gewendet und war dann mit hohem Tempo über den Gehweg gefahren. Erst nach etwa drei Straßenblocks rammte er einen Poller, an dem sein Wagen hängenblieb und kurzzeitig auch Feuer fing. Rojas wurde nach vergeblicher Flucht unmittelbar festgenommen, sagte Bürgermeister Bill de Blasio. "Es gibt keine Hinweise, dass dies ein terroristischer Akt war", sagte De Blasio.

Über 20 Verletzte nach Amokfahrt in New York

Vier der 22 Verletzten waren am Donnerstag noch in Lebensgefahr, wie Feuerwehrchef Daniel Nigro sagte. Ihre Überlebenschancen seien aber gut. Bei der getöteten Frau handelt es sich um eine 18-Jährige, deren 13 Jahre alte Schwester ebenfalls von dem Auto getroffen wurde und mit Verletzungen ins Krankenhaus kam.

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Täter schon vorher polizeibekannt

Den Behörden zufolge war Rojas 2015 und 2008 wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet worden. Zudem wurde er diesen Monat verhaftet, weil er vor einem Besucher in seiner Wohnung in der Bronx ein Küchenmesser zückte. Während seiner Stationierung auf einem Militärstützpunkt in Jacksonville, Florida von 2011 bis 2014 wurde er festgenommen, weil er mutmaßlich einen Taxifahrer angegriffen hatte. Ob er sein Auto am Donnerstag absichtlich in die Menge steuerte, war zunächst unklar. "Mein Leben ist vorbei", soll er bei seiner Festnahme gerufen haben.

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