20.03.2017

Kalendarischer Frühlingsanfang 2017 am 20. März 2017: Trüb und kalt! So ungemütlich wird der Frühlingsbeginn

Der kalendarische Frühlingsbeginn am 20. März ist ein deutliches Zeichen, dass der Winter der neu erwachenden Natur Platz macht.

Der kalendarische Frühlingsbeginn am 20. März ist ein deutliches Zeichen, dass der Winter der neu erwachenden Natur Platz macht. Bild: Gareth Fuller / PA Wire / picture alliance / dpa

Der Blick auf den Kalender verrät es: Am heutigen Montag, dem 20. März 2017, beginnt der Frühling. Zumindest ist am 20.03.2017 kalendarischer Frühlingsanfang - auch wenn das derzeitige Wetter nicht ganz zu diesem Anlass passt.

Frühlingsanfang am 20. März: Wie wird das Wetter zum kalendarischen Frühlingsbeginn 2017?

Ausgerechnet zum kalendarischen Frühlingsanfang müssen sich die Menschen in Deutschland nämlich wieder wärmer anziehen. "Da bereitet uns das Wetter einen kalten Dämpfer", sagt Andreas Friedrich, Pressesprecher beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Zwar seien die erwarteten Temperaturen mit 10 bis 16 Grad für die Jahreszeit normal - aber in den vergangenen Tagen hatten überdurchschnittlich warme Grade vor allem im Westen und Süden die Menschen verwöhnt und Frühlingsgefühle geweckt.

Frühlingswetter 2017 in Deutschland: Zu nass und sehr mild

Das bestätigt auch die Analyse des bisherigen Frühlings, der für die Meteorologen bereits am 1. März begann: Bisher "sehr mild und etwas zu nass", lautet das Urteil der Wetter-Experten. Vor allem der Südwesten Deutschlands habe überdurchschnittlich viel Regen abbekommen. Dafür lagen die Temperaturen in der ersten Märzhälfte um etwa 2,3 Grad über dem langjährigen Durchschnitt.

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Wie wird das Wetter zu Ostern 2017? Meteorologen halten sich mit Prognosen zurück

Der Trend zu immer wärmeren Temperaturen, der schon in den vergangenen Jahren begann, dürfte weitergehen. "Nach unseren Trendprognosen wird es auch in den übrigen Frühjahrsmonaten milde Temperaturen über dem langjährigen Durchschnitt geben", sagte Friedrich. Allerdings lassen dies Prognosen jetzt noch keine zuverlässigen Vorhersagen zu, ob der Osterspaziergang sonnig und warm ausfällt - solche Angaben können in der Regel erst drei bis vier Tage zuvor gemacht werden.

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Frühlingsbeginn 2017 - Das sind die Unterschiede zwischen meteorologischem, kalendarischem, phänologischem und astronomischem Frühlingsanfang

Doch Frühlingsbeginn ist nicht gleich Frühlingsbeginn - es gibt nämlich verschiedene Methoden, das Ende des Winters zu datieren. Da gibt es einerseits den astronomischen Frühlingsbeginn: Der Frühling auf der Nordhalbkugel beginnt demnach dann, wenn die Sonne über dem Äquator exakt im Zenit steht und nach Norden "wandert". In diesem Jahr ist das am 20. März um 11.29 Uhr der Fall. Die Meteorologen ihrerseits haben einen anderen Anhaltspunkt, um den Beginn des Frühlings zu ermitteln - Wetterkundler berechnen ihre Klimadaten nämlich vorzugsweise in ganzen Monaten. Für sie beginnt deshalb der Frühling am 1. März und endet am 31. Mai. Der phänologische Frühlingsbeginn hingegen hat kein festes Datum. Die Phänologie - griechisch für "Lehre von den Erscheinungen" - leitet die einzelnen Frühlingsphasen daraus ab, wann welche Pflanze blüht. Wenn etwa Haselsträucher und Schneeglöckchen in Blüte stehen, ist der sogenannte Vorfrühling gekommen.

Frühlingsfans aufgepasst! Mit diesen Fakten sind Sie der Held beim Smalltalk

Sie wollten schon immer mal als absoluter Frühlingsexperte im Mittelpunkt stehen und mit Fachwissen glänzen? Dann sollten Sie diese Frühlingsbegriffe unbedingt kennen:

  • "Frühlingspunkt" nennen Astronomen den exakten Punkt am Himmel, an dem sich die Sonne zum Frühlingsbeginn von der Erde aus gesehen befindet. Den sogenannten Herbstpunkt erreicht sie am 22. oder 23. September.
  • "Frühlingsgefühle" kommen auf, wenn die Tage länger werden. Sonnenlicht setzt Glückshormone frei und vertreibt den Winter-Blues.
  • "Frühlingsblüher" lassen Eisblumen am Fenster vergessen und bringen mit ihren leuchtenden Blüten wieder Farbe ins Leben. Narzissen, Tulpen, Hyazinthen und Krokusse läuten den Frühling ein.
  • "Frühlingsfeste" gibt es in vielen Kulturen. Inder zum Beispiel begrüßen den Frühling mit einem spirituellen, Holi genannnten Fest der Farben. Dabei lassen sie buntes Pulver vom Himmel regnen.
  • "Frühlingsrollen" werden traditionell zum chinesischen Neujahrsfest serviert, das den Frühling einleitet. Ob frittiert oder nicht: Sie symbolisieren die Seidenraupen, die zu dieser Zeit schlüpfen.
  • "Frühlingsgedichte" haben Generationen von Schülern auswendig gelernt. Das wohl bekannteste stammt von Eduard Mörike (1804-1875): «Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte», beginnt es.
  • "Frühlings Erwachen" nannte Frank Wedekind seine 1906 uraufgeführte «Kindertragödie», die das Erwachsenwerden im Deutschen Kaiserreich beschreibt und damalige Tabus wie Sex und Gewalt berührt.
  • "Frühlings-Wollafter" heißt ein Schmetterling, der in Mitteleuropa stark verbreitet war, heute aber bedroht ist. Er fliegt von März bis April. Weibchen schützen die Eier mit den Haaren ihres Afterbusches.

Kein Frühling in Sicht - Freiluftschwimmer trotzen dem Regen

Obwohl es schüttete und stürmte, haben am Samstagmorgen Dutzende hartgesottener Schwimmer die Freibadsaison in Oelde im Münsterland eröffnet. Mehr als 100 Badegäste zählte Wolfgang Röttig vom Förderverein bis zum Mittag - bei elf Grad Celsius Lufttemperatur, aber immerhin 27 bis 28 Grad im Wasser. Das Bad hatte den Start der Freibadsaison schon im vergangenen Jahr vorverlegt und hatte dafür sehr viel positive Rückmeldung bekommen. Die ersten hätten schon vor der Bad-Öffnung um acht vor der Tür gestanden.

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loc/news.de/dpa
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