19.03.2017

Hells Angels, Bandidos und Co.: Hier rivalisieren Deutschlands Rockerclubs

Die Hells Angels gelten als größter Motorradclub der Welt.

Die Hells Angels gelten als größter Motorradclub der Welt. Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Tobias Rüster

An der Beerdigung des ermordeten neunjährigen Jaden aus Herne haben rund 1000 Menschen teilgenommen. Die meisten von ihnen waren, wie auf Bildern zu sehen ist, Mitglieder verschiedener Rockergruppierungen, vor allem der "Bandidos". Der Stiefvater des ermordeten Jungen ist nach Angaben des Anwalts der Familie Mitglied der "Bandidos" in Essen. Die Rocker waren aus ganz Deutschland sowie aus dem benachbarten Ausland zum Waldfriedhof Herne angereist.

Ein offensichtlicher Waffenstillstand der sonst als bis aufs Messer verfeindet geltenden Rockergruppen, die um Einfluss (Rotlichtmilieu, Drogenhandel) in den von ihnen beanspruchten Gebieten ringen. Doch welcher Rockerclub ist eigentlich wo aktiv? Im Allgemeinen war die Lage in Deutschland lange zwischen vier Rockerclubs (ohne den Gremium MC, der sich keinem internationalen Verein angeschlossen hat) aufgeteilt: Hells Angels, Bandidos, Mongols und Satudarah MC.

Hells Angels, Bandidos, Mongols und Satudarah: Hier sind sie aktiv

Die Hells Angels gelten immer noch als mächtigster Rockerclub weltweit. Auf der Homepage der Höllenengel werden allein Deutschland 71 Charter aufgelistet. Der Einflussbereich ist über das ganze Bundesgebiet verteilt - von Hamburg über Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Berlin oder auch Bremen. In direkter Konkurrenz zu den Hells Angels stehen die Bandidos. Letzten Schätzungen zufolge bringen es die Bandidos seit ihren Start 1999 auf knapp 70 Chapter hierzulande.

Die Mongols sorgten zuletzt für reichlich Wirbel in der Rockszene: Der deutsche Ableger wurde aus dem Weltverband ausgeschlossen. Bis dato waren Bremen (verboten), Nomad, Dark District, Southend, Dresden, West-Side, North Coast, Stade und Köln als Charter bekannt. Satudarah MC stammt ursprünglich aus den Niederlanden - in Deutschland sind sie mittlerweile verboten. Die Satudarah hatte seit 2012 versucht, von den Niederlanden aus in Deutschland und vor allem in Nordrhein-Westfalen Fuß zu fassen.

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