08.06.2016, 11.55 Uhr

Nach Tornado-Sturmtief Friederike in Hamburg: DARUM töten weibliche Unwetter mehr Menschen

Deutschland wird derzeit von massiven Stürmen und Unwettern heimgesucht.

Deutschland wird derzeit von massiven Stürmen und Unwettern heimgesucht. Bild: dpa

Von news.de-Volontärin Maria Gregor

Festivals, die im Schlamm versinken, Tornados in Schleswig-Holstein und Hamburg und mehrere Tote durch eine Flutkatastrophe in Bayern. Die Sturmtiefs Susanna, Elvira und Friederike halten Deutschland in Atem. All diese Unwetter haben weibliche Vornamen. Hat die Namensvergabe vielleicht System oder werden Frauen einfach kategorisch unterschätzt?

Wie kommt der Tornado zu seinem Namen?

Es ist schon auffällig, dass besonders weibliche Stürme in der Erinnerung der Menschen haften bleiben. Schließlich fordern sie auch die meisten Menschenleben. Dennoch hat der Name eines Sturmtiefs nichts mit seiner Intensität zu tun.

Bereits seit 1954 vergibt das Meteorologische Institut der Freien Universität Berlin die Namen. Seit 1998 erhalten Tiefdruckgebiete in geraden Jahren weibliche und die Hochdruckgebiete männliche Vornamen - in ungeraden Jahren ist es umgekehrt.

Entwarnung: Weibliche Stürme sind nicht heftiger - nur unterschätzt

Frauen sind also nicht pauschal ein lebensbedrohlicheres Unwetter als Männer! Warum sterben dennoch so viel mehr Menschen durch Hurrikane, Gewitter und Stürme mit weiblichen Namen? Die Antwort ist so simpel wie traurig: Vorurteile! Wer hat schon Angst vor Friederike? Markus wirkt da wesentlich einschüchternder.

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