25.05.2016, 16.18 Uhr

Wahnsinns-Gesetz in den USA: Baby-Sitter schlägt Baby halb tot - und bleibt straffrei

Jacob wurde schwer misshandelt.

Jacob wurde schwer misshandelt. Bild: Facebook/Alicia Quinney

Der kleine Jacob ist immer noch grün und blau, obwohl die Prügelattacke seines Babysitters gegen ihn schon einige Wochen her ist. Seine blauen Flecken sind Zeugnis einer schweren Misshandlung, die ihm fast das Leben gekostet hätte. Das Schlimme an der Geschichte: Der Babysitter bleibt wegen eines skurrilen Gesetzes straffrei. Das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt - keine Anklage erhoben. Nun kämpfen die Eltern für Gerechtigkeit für ihren Sohn.

Die Mutter des misshandelten Jungen ging über Facebook an die Öffentlichkeit

Am 20. Mai postete Mutter Alicia Quinney Bilder ihres Sohnes Jacob. Doch es waren keine vergnügten Bilder. Jacob sitzt verängstigt in der Badewanne. Seine rechte Gesichtshälfte ist blau und lila verfärbt. Unter dem rechten Auge hat er ein Veilchen, auf der Stirn hat er Schürfwunden. Jacob wurde Opfer einer Misshandlung - seines Babysitters.

Die Familie hat Schlimmes durchlebt in den letzten Monaten. Die schockierten Eltern hatten nach der Prügel-Attacke sofort reagiert. Jacob zu Ärzten gebracht, welche eine schwere Misshandlung feststellten, die für Jacob hätte tödlich enden können. Sie erstatteten Anzeige gegen den Babysitter, um ihren Sohn Gerechtigkeit zu verschaffen.

Gericht entscheidet: Keine Anklage gegen prügelnden Babysitter

Doch dann begann ein erneuter Albtraum. Nach zwei Monaten entschied das Gericht, dass es keine Anzeige gegen den Babysitter geben wird. Denn das wird durch ein skurriles Gesetz im US-Bundesstaat Oregon verhindert. Danach müsste Baby Jacob gegen seinen Babysitter aussagen und vor Gericht von seinen erlittenen Schmerzen berichten. Erst dann könnte es zu einer Anklage kommen. Doch da Baby Jacob, logischer Weise, nicht sprechen kann, kann er auch keine Anklage erheben.

#justiceforjacob soll Baby Gerechtigkeit bringen

Nun gibt es eine gewaltige Unterstützung im Netz für Jacob. Unter dem Hashtag #justiceforjacob solidarisieren sich Internet-Nutzer mit der Geschichte der Familie und fordern Gerechtigkeit. Damit soll erreicht werden, dass der Fall noch einmal neu aufgerollt wird und zur Verhandlung kommt.

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gea/news.de
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