03.05.2016, 08.44 Uhr

Madeleine McCann vor 9 Jahren verschwunden: Wo ist die kleine Maddie? Darum hoffen ihre Eltern immer noch

Die kleine Maddie ist seit über neun Jahren vermisst.

Die kleine Maddie ist seit über neun Jahren vermisst. Bild: Luis Forra/dpa

Von news.de-Volontär Thomas Jacob

Es gibt für Eltern wohl nichts schlimmeres, als das eigene Kind zu verlieren. Gerry und Kate McCann leben nun schon seit fast einem Jahrzehnt in Ungewissheit über den Verbleib ihrer Tochter Maddie. Nach einer angeblichen Entführung während eines Familienurlaubs in Portugal fehlt von dem Mädchen jede Spur, doch Gerry und Kate wollen die Hoffnung nicht aufgeben. Wir fassen die Ermittlungsergebnisse der letzten neun Jahre zusammen.

Madeleine "Maddie" McCann in Protugal verschwunden

Das Drama um die verschwundene Maddie begann im Mai 2007 in einer Ferienwohnung in Praia da Luz. Gerry und Kate McCann wollten eigentlich einen entspannten Familienurlaub mit ihrer dreijährigen Tochter Madeleine und den Zwillingen im Alter von zwei Jahren verbringen. Doch die Idylle sollte für die junge Familie zum Albtraum werden! Während ihre Eltern am 3. Mai 2007 mit drei befreundeten Paaren den Abend verbrachten, schliefen die Kinder in einer der gemeinsam genutzten Ferienunterkünfte.

Als Kate gegen 22 Uhr nach dem Nachwuchs sehen wollte, bemerkte sie ein offenes Fenster am Gebäude und kurz darauf Maddies Verschwinden. Die portugiesische Polizei begann sofort mit einer groß angelegten Suchaktion.

Fall Maddie: Erste Spuren deuten auf Pädophilie-Ring hin

Bereits eine halbe Stunde nach dem Notruf der McCanns war die Polizei vor Ort und durchsuchte das Gelände der Ferienanlage. Auch Flughäfen und Grenzübergänge wurden über das Verschwinden des Mädchens informiert. Die Ermittler gingen zuerst von einem kriminellen Hintergrund aus: Da bereits mehrere Kinder entführt und aus dem Land verschleppt wurden, vermutete die Polizei eine internationales Pädophilie-Netzwerk hinter der Tat. Doch die Suche anhand eines Fahndungsfotos blieb ohne Erfolg.

Stars unterstützen internationale Suchaktion nach Maddie

Maddies Eltern hatten sich schon kurz nach dem Verschwinden des Mädchens an die Medien gewandt und eine breite Welle von Unterstützung erfahren. Selbst Stars wie Cristiano Ronaldo und David Beckham unterstützten den Appell, dass der Entführer das Kind freilassen soll. Geschäftsleute und Prominente setzten eine Millionenprämie auf sachdienliche Hinweise zum Aufenthaltsort von Maggie aus – allerdings vergeblich. Auch eine Presse-Tour von Maggies Eltern durch mehrere europäische Länder konnte keine neue heiße Spur liefern.

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