14.04.2016, 15.51 Uhr

Adolf Hitler humorlos: Zum Totlachen! Diese Hitler-Witze hassten die Nazis

Franziska Mense-Moritz parodiert am 08.01.2014 in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) Adolf Hitler.

Franziska Mense-Moritz parodiert am 08.01.2014 in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) Adolf Hitler. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Ina Bongartz

Satire darf alles. Meinungsfreiheit und die Freiheit von Kunst gehören zu den Grundpfeilern von Demokratien. In Diktaturen jedoch kann Satire und Humor tödlich enden, wenn man sich über die Falschen lustig macht.

Der deutsche Satiriker und Grimme-Preisträger Jan Böhmermann kämpft aktuell darum, dass ihn sein mittlerweile berühmtes Schmäh-Gedicht nicht - wie vom türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan verlangt - ins Gefängnis bringt.

Todesurteile! Witze über Adolf Hitler brachten die Menschen ins KZ

Mindestens ins Gefängnis, wenn nicht gar ins KZ oder zum Henker brachten die Nazis während des Dritten Reichs unliebsame Humoristen und jeden, der es wagte, sich über den Führer Adolf Hitler und sein Gefolge lustig zu machen. Hitler-Witze konnten tödlich sein, für denjenigen, der sie verbreitete.

Beispielsweise wurde der katholische Priester Joseph Müller wegen des folgenden Witzes verhaftet und zum Tode verurteilt. "In der Schule hängt ein Bild von Hitler, daneben eines von Göring. Dazwischen ist noch Platz. Der Lehrer: Was machen wir mit dem Platz? Ein Kind: „Da hängen wir Jesus dazwischen, der hing auch zwischen zwei Verbrechern." Joseph Müller wurde am 11.09.1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.

Auch dieser Witz endete mit einer Hinrichtung für die Erzählerin: "Hitler und Göring stehen auf dem Berliner Funkturm. Hitler: Ich möchte den Berlinern eine Freude machen. Darauf Göring: Dann spring doch!" Kriegerwitwe Marianne K. hatte den Witz erzählt und wurde von einem Kollegen angezeigt. Am 26. Juni 1943 wurde sie zum Tode verurteilt.

Diese Witze hassten die Nazis

Witze über Adolf Hitler
Verboten komisch
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Die Nazis schreckten auch nicht davor zurück Schauspielstars zum Tode zu verurteilen. So wurde auch der Ufa-Star Robert Dorsay am 29. Oktober 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet - mehr oder minder nur wegen seiner Vorliebe für politische Witze:

"Beim Einzug des Führers in eine Stadt stehen kleine Mädchen mit Blumen Spalier. Eins davon streckt Hitler ein Grasbüschel entgegen. 'Was soll ich denn damit tun?', fragt Hitler. 'Essen', antwortet die Kleine, 'alle sagen, erst wenn der Führer ins Gras beißt, kommen bessere Zeiten.'"

Wegen "Wehrkraftzersetzung wurde Dorsay zum Tode verurteilt. Das Todesurteil sollte andere Künstler abschrecken.

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boi/jat/news.de
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