29.12.2015, 08.01 Uhr

2015 - Jahr des Terrors: Diese Terroranschläge erschütterten die Welt

Die Anschläge auf

Die Anschläge auf "Charlie Hebdo" schockte nicht nur Frankreich. Die ganze Welt trauerte. Bild: Julien Warnand/dpa

Von news.de-Volontärin Anne Geyer

Der Terror ist schon lange nicht mehr nur in Afrika oder dem Nahen Osten ein großes Problem. Die Menschen dort leben mit einer beinah täglichen Angst, einem Selbstmordattentäter zum Opfer zu fallen. Der Terror hat nicht erst in diesem Jahr auch die westliche Welt erreicht. Doch waren die Anschläge noch nie zuvor so brutal, wahllos und hinterhältig. Hier ein Rückblick auf die Terroranschläge, die unsere Welt erschütterten.

"Je suis Charlie": Der Anschlag auf das Satire-Magazin Charlie Hebdo

Das Jahr begann mit einem Terroranschlag in Paris. Am 7. Januar 2015 stürmten zwei maskierte Attentäter die Redaktion des Satire-Magazins "Charlie Hebdo". Elf Menschen erschossen sie, mehrere wurden verletzt. Als die Täter fliehen, wird ein Polizist tödlich verletzt. Die Täter fliehen. Schnell wird klar, dass es ein islamistisch motivierter Terrorakt war. Zwei Tage später verschanzen sie sich in einer Druckerei und werden schließlich von Spezial-Einsatzkräften erschossen. Zuvor wird am 8. Januar eine Polizistin erschossen. Kurze Zeit später überfällt der Täter einen koscheren Supermarkt, nimmt Geiseln und tötet vier Menschen. Per Telefon bestätigt er die Verbindung zu dem Anschlag auf "Charlie Hebdo". Auch er ist Anhänger des IS. Mit der Befreiung der Geiseln - und dem Tod des Geiselnehmers endet zunächst der Terror in Paris. Doch er sollte in diesem Jahr noch einmal in die Stadt der Liebe zurückkehren.

Terrorakt in Dänemark

Im Februar suchte der Terror auch die dänische Hauptstadt Kopenhagen heim. Der 22-jährige Omar El-Hussein, Kind palästinensischer Einwanderer, verübte gleich zwei Anschläge in der Stadt. 40 Schuss feuerte er insgesamt ab. Er überfiel zunächst das Kulturcafé "Krudttønden" mit einem M95-Gewehr. Dabei tötete er unter anderem auch den Filmemacher Finn Nørgaard. 28 Mal schoss er vor dem Café um sich. Dann folgte der Anschlag auf eine Synagoge, bei der ein jüdischer Wachmann getötet wurde, zwei Polizisten wurden verletzt. Schließlich konnte die Polizei El-Hussein ausfindig machen und töten.

Schüsse bei Mohammed-Karikaturen-Ausstellung in Texas

Im Mai fielen dann Schüsse auf eine Mohammed-Karikaturen-Ausstellung im US-Bundesstaat Texas. Zwei Verdächtige wollten die islamkritische Ausstellung stürmen, wurden jedoch vorher erschossen. Ein Polizist wurde verletzt. Die Ausstellung war als Aktion gegen die Gewalt aufgrund von Mohammed-Karikaturen gedacht. Die Organisation hinter der Veranstaltung "American Freedom Defense Initiative" ist für zahlreiche Anti-Islam-Aktionen in den USA bekannt. In Texas sprach kurz vor dem geplanten Anschlag der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders. Der Islamistische Staat brüstete sich mit dem Anschlag und bezeichnete die toten Attentäter als zwei ihrer Brüder.

Anschlag auf Badegäste im tunesischen Sousse.

Anschlag auf Badegäste im tunesischen Sousse. Bild: Andreas Gebert/dpa

Schwarzer Freitag in Frankreich, Tunesien und Kuwait am 26. Juni

Am Freitag, den 26. Juni erschütterten gleich drei islamistische Terror-Anschläge die Länder Frankreich, Tunesien und Kuwait. Nahe der französischen Stadt Lyon drangen zwei Attentäter in ein Gaswerk ein. Ein Mann wurde enthauptet und der Kopf mit arabischen Aufschriften beschmiert. In Tunesien tötete ein Attentäter 37 Badegäste am Strand des Badeortes Sousse. Die meisten der Opfer waren Urlauber. In Kuwait zündete ein Mann in der Nähe einer Moschee eine Bombe. Dort waren zu diesem Zeitpunkt die Menschen zum Freitagsgebet zusammengekommen. Es starben 27 Menschen.

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