16.10.2015, 14.28 Uhr

Angela Merkel: Darum muss die Kanzlerin im Amt bleiben

Angela Merkel wird von der CDU zum Sündenbock gemacht.

Angela Merkel wird von der CDU zum Sündenbock gemacht. Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa

Von news.de-Volontärin Anne Geyer

Bundeskanzlerin Angela Merkel befindet sich zur Zeit im Kreuzfeuer ihrer eigenen Partei. Doch damit könnte sich die Union ins eigene Fleisch schneiden. Fakt ist: Weder in der CDU noch in der CSU gibt es einen angemessenen Nachfolger für die erste weibliche Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Merkel ist schon seit Jahren das Gesicht der Mitte. Wenn sie geht, würde dort eine große Lücke klaffen. Würde das nicht noch mehr den radikalen Gruppen links und rechts der Mitte in die Hände spielen?

Wer könnte Angela Merkel ersetzen: Ursula von der Leyen steht bereit

Eine, die Angies Job bestimmt gern übernehmen würde, ist Ursula von der Leyen. Die aktuelle Verteidigungsministerin gilt als enge Vertraute der Kanzlerin. Doch ist sie wirklich eine Führungspersönlichkeit? Schon bei ihrem Amtsantritt als Oberhaupt der Armee hat sie viel Spott geerntet - und sich den fiesen Spitznamen "Flinten-Uschi" eingehandelt. So wirklich ernst scheint sie in ihrem Posten niemand zu nehmen. Und dann hat sie da auch noch das Plagiats-Skandälchen rund um ihre Doktorarbeit am Hals. Kein wirklich guter Ausgangspunkt um als Kanzler-Kandidatin ins Rennen zu gehen. Zwar wäre sie im Wahlkampf ein durchaus bekanntes Gesicht, doch besonders viele Wählerstimmen könnte sie wohl nicht erlangen.

Peter Altmaier ist der kluge Kopf der CDU - leider aber unscheinbar

Dann wäre da noch Peter Altmaier. Er war einst Merkels Wunderwaffe nach dem (freiwilligen) Rücktritt von Norbert Röttgen als Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Aktuell ist er Merkels Minister für besondere Aufgaben und ist Chef des Bundeskanzleramtes. Er gilt als enger Vertrauter der Kanzlerin - und als schlauer Kopf. Tatsächlich ist er in mehr Gremien vertreten, als man es ahnen mag. So sitzt er zum Beispiel im NSA-Untersuchungsausschuss und schrieb eine Broschüre für Bürger, um auf steigende Stromkosten und einem möglichen Stromanbieterwechsel hinzuweisen. Altmaier ist also durchaus engagiert, auch im Sinne der Bürger, doch tritt er auf der politischen Bühne kaum in Erscheinung. Charismatisch geht anders - keine besten Voraussetzungen für einen Wahlkampf.

Weitere Kandidaten zum Angela Merkel-Ersatz

Neben diesen zwei Kandidaten gibt es noch ein paar andere Gesichter der CDU und CSU: Innenminister Thomas de Maizière zum Beispiel oder die Parteivorsitzende des CDU-Landesverbandes von Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner. In Merkels Fußstapfen kann von ihnen aber wohl keiner treten. Für die CDU und CSU bleibt die Frage: Was kommt, wenn Merkel geht?

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gea/bua/news.de
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