07.10.2015, 10.58 Uhr

Syrerin wurde 3 mal vergewaltigt: Tochter erstochen: Hat ihre Mutter einen Killer angeheuert?

Wurde Rokstan (20) von ihrer Mutter erstochen?

Wurde Rokstan (20) von ihrer Mutter erstochen? Bild: Fotolia/AfricaStudio

Ein Mord erschüttert die Stadt Dessau in Sachsen-Anhalt. Am vergangenen Freitag wurde die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Rokstan (20) wurde erstochen - und in der Gartenlaube ihres Elternhauses deponiert.

Rokstan wurde in der Heimat dreimal vergewaltigt

Wie "Bild" berichtet, muss das Leben der jungen Frau eine Aneinanderreihung von Tragödien gewesen sein. Vor zwei Jahren sei Rokstan aus dem Krisengebiet Syrien nach Deutschland gekommen. Sie sei gut integriert, habe als Dolmetscherin gearbeitet. Sie arbeitete sogar für Autor Mark Krüger, der gegenüber der "Bild" sagte: "Rokstan half mir, mit Flüchtlingen für mein Buchprojekt ins Gespräch zu kommen. Sie dolmetschte, erzählte mir später auch ihr eigenes Schicksal."

Denn in ihrer Heimat war die 20-Jährige von drei Männern vergewaltigt worden. In einer Tonbandaufnahme berichtete die junge Syrerin von der schockierenden Tat: "Ich wurde von drei Männern genommen. Seither galt ich meiner Familie als unrein. Meine Mutter und meine Brüder verprügelten mich. Sie sagte, dass ich den Tod verdiene."

Ehrenmord in Dessau? Wurde Syrerin Rokstan von ihrer Mutter erstochen?

Aus diesem Grund hegen die Ermittler einen unfassbaren Verdacht: Ist Rokstan womöglich von ihrer eigenen Mutter erstochen worden? "Es besteht der Verdacht, dass das Tötungsdelikt von einem nahen Angehörigen aus kulturellen Motiven verübt wurde", so Oberstaatsanwalt Christian Preissner (64) gegenüber der Bild.

Die Polizei fahndet nun nach dem Vater und den Brüdern der Ermordeten – bislang erfolglos. Wie das Bundeskriminalamt berichtet, soll der Vater Deutschland verlassen haben. Die Beamten vermuten laut "Bild", dass er sich in Syrien oder der Türkei aufhält.

Doch auch Rokstans Mutter Roda gerät angeblich ins Visier der Ermittler: Wie Mark Krüger der "Bild" erzählt, habe Rokstan von einem Freund gewusst, dass ihre Mutter einen Killer engagieren wollte. "Der angerufene Syrer ging zum Schein darauf ein, schnitt den telefonischen Mordauftrag mit", so Krüger weiter. "Bild" gegenüber beteuerte die Mutter jedoch, sie habe damit nichts zu tun. Die Ermittler prüfen nun die Aussagen, das Gespräch in arabischer Sprache sei dabei das wichtigste Beweisstück.

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lvo/sba/news.de
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