16.09.2015, 16.41 Uhr

Stiftung Warentest hilft: Was man als Flüchtlingshelfer beachten muss

Die Stiftung Warentest informiert Flüchtlingshelfer zu rechtlichen und versicherungstechnischen Fragen.

Die Stiftung Warentest informiert Flüchtlingshelfer zu rechtlichen und versicherungstechnischen Fragen. Bild: dpa/ Felix Kästle

Während auf Facebook und in sozialen Netzwerken vor allem die Angst deutscher Bürger vor den derzeit zu uns strömenden Menschen zu Tage kommt, setzen sich im realen Leben noch immer viele für die Unterstützung von Flüchtlingen ein. Auch die Stiftung Warentest engagiert sich in diesem Rahmen und hat über ihr Onlineportal "test.de" in einem umfangreichen Special aufgelistet, was man bei der Hilfe für Flüchtlinge beachten sollte.

Stiftung Warentest hilft Flüchtlingshelfern: Keine Vorkenntnisse, keine großen Worte

Dabei geht es neben rechtlichen und versicherungstechnischen Themen auch um die Frage, inwiefern es zur Flüchtlingshilfe gewisser Erfahrungen oder sogar einer Ausbildung bedarf. Der Bericht gibt hier Entwarnung: "Um mit Flücht­lingen zu reden und ihnen zuzu­hören, braucht man keine großen Vorkenntnisse; lediglich Eng­lisch-Kennt­nisse sind hilf­reich, denn viele Neuankömm­linge sprechen noch gar kein oder erst sehr wenig Deutsch."

Doch auch ohne große Worte kann man sich bereits engagieren, wie Gerald Saathoff vom Verein Mittelhof gegenüber der Stiftung Warentest erklärt. Mittelhof kümmert sich um die Koordination der ehrenamtlichen Hilfsangebote in einer Flüchtlingsunterkunft im Bezirk Berlin-Zehlendorf und plant eine Fahrradwerkstatt, in der laut "test.de" Flüchtlinge zusammen mit Helfern alte Fahrräder wieder flott machen können. „Dabei muss man nicht ununterbrochen miteinander kommunizieren und sich gegen­seitig verstehen. Es geht darum, dass man gemein­sam etwas macht und die Flücht­linge sich integriert fühlen", sagt Saathoff.

"Test.de"-Bericht: Haftpflicht für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer, kein Anspruch auf Freistellung

Innerhalb der rechtlichen Themen gibt die Stiftung Warentest zu bedenken, dass Ehrenamtliche keinen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung haben. "Allerdings sollten sie dennoch einen Versuch wagen, sich freistellen zu lassen: Unternehmen fördern häufig das Engagement ihrer Mitarbeiter für gemeinnützige Zwecke", so der Bericht.

Eine gute Neuigkeit gibt es zudem noch in puncto Versicherung: "Jedes Bundesland hat eine private Haftpflicht-Sammelversicherung für seine Ehrenamtlichen abgeschlossen. Wenn keine anderweitige Haftpflicht-Versicherung greift, leistet diese, wenn ein Ehrenamtlicher andere Personen verletzt oder etwas kaputt macht."

Weitere Tipps und Hinweise finden Sie in unserem Vier-Punkte-Programm für Flüchtlingshelfer.

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