06.07.2015, 09.01 Uhr

Tag des Kusses am 6. Juli 2015: An diesen Körperstellen mögen wir's besonders gern

Tag des Kusses am 6. Juli 2015.

Tag des Kusses am 6. Juli 2015. Bild: Picture Alliance/dpa

Von news.de-Volontärin Lisa Volkmann

In einer Beziehung zählt er zu den kleinen Alltäglichkeiten, im Umgang mit Freunden als Zeichen der Sympathie: Der Kuss ist auf seine verschiedenen Arten romantischer Liebesbeweis und Zeichen der Freundschaft in einem. Kein Wunder, dass dem Kuss ein eigener Feiertag zuteil wird: Seit 1990 knutschen wir jährlich am 6. Juli doppelt so viel und doppelt so leidenschafltich.

Internationaler Tag des Kusses am 6. Juli: Küssen eindeutig nicht verboten!

Küssen ist gesund! Und zwar in vielerlei Hinsicht. Zum einen verbraucht man bei einem leidenschaftlichen Kuss pro Minute zwanzig Kalorien, zum anderen benutzen wir dabei bis zu 38 Gesichtsmuskeln. Zudem stärkt ein Kuss das Immunsystem. Forscher fanden bei Untersuchungen heraus, dass bei einem leidenschaftlichen Zungenkuss im Durchschnitt 60 Milligramm Wasser, Eiweiß, Fett und Salz zwischen den Partnern ausgetauscht werden. Ein Kuss regt den Speichelfluss an und lässt Millionen von Bakterien von Mund zu Mund wechseln. Die dabei freigesetzten Botenstoffe stärken die körpereigene Abwehr.

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Küssen macht auch noch glücklich. Denn Zungenküsse schütten im Körper nicht nur abwehrstärkende Stoffe aus, sondern auch das Glückshormon Endorphin. Küssen sorgt also nachweislich für ein warmes Glücksgefühl im Bauch. Außerdem haben amerikanische Forscher herausgefunden, dass küssen beruhigend wirken kann.

Küssen ist wichtiger als Sex

Für Viele gibt es nichts Intimeres als einen Kuss. Der wird schon einmal über den Sex gestellt. Man fühlt, man riecht, man schmeckt einander. Das ist so nah, dass selbst sexuelle Dienstleister nur in Ausnahmefällen Küsse anbieten. Während die Häufigkeit der Küsse in einer Beziehung in direktem Zusammenhang mit der Zufriedenheit steht, gilt dies für die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs nicht, wie der Psychologe Robert Wlodarski bestätigt.

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Im Durchschnitt küssen wir bis zu unserem 70. Lebensjahr etwa 100.000 Mal in unserem Leben. Während ein Schmatzer in den achtziger Jahren 5,5 Sekunden dauerte, küssen sich Paare heutzutage über 12 Sekunden lang.

Partnerschaftstauglichkeit und Immunkompatibilität: Vorgänge im Gehirn bei einem Kuss

Frauen küssen anders als Männer. Sie nutzen Küsse vor allem als Test für die Partnerschaftstauglichkeit, während Männer ihre Lippenfertigkeit vor allem dazu einsetzen, um die Wahrscheinlichkeit auf Sex zu erhöhen. Dies wollen Psychologen der New York State Universität herausgefunden haben.

Auch beim Küssen sind die Geschmäcker verschieden. Unser Gehirn erhält sensorische Hinweise über Geschmack, Klang und Geruch des Partners. Anhand dieser unterbewusst wahrgenommenen Merkmale entscheidet sich, ob man jemanden noch einmal küssen möchte oder nicht. Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass man beim Küssen die Immunkompatibilität des Partners riechen kann. Passt das nicht zusammen, sieht es schlecht aus mit einem zweiten Kuss.

Kuss-Forschung: "Die Wurzel des Küssens ist Sex!"

Was die Bedeutung des Küssens in langjährigen Beziehungen angeht, gibt es ebenfalls Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Laut Wissenschaftlern der Universität Oxford räumen Frauen nach mehreren gemeinsam verbrachten Jahren dem Küssen einen höheren Stellenwert ein als Männer. "Küssen ist alltäglicher als Sex. Die Verbundenheit zweier Partner zeigt sich demnach weniger in der Intensität zungenverschlingender Küsse als vielmehr in den En-passant-Küssen", erläutert der Sexualforscher Professor Ulrich Clement gegenüber "Zeit Online".

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