15.06.2015, 17.08 Uhr

Ramadan 2015 aktuell: 18. Juni beginnt das große Fasten!

Am Donnerstag, dem 18. Juni 2015, beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan (dt. "Der heiße Monat"). Für gläubige Muslime ist der Fastenmonat einer der fünf Eckpfeiler des Islams. Allein in Deutschland leben 4,2 Millionen Muslime, die am Ramadan teilnehmen.

Ramadan 2015: Wer muss fasten, wer ist befreit vom Fasten-Ritual der Muslime?

Weltweit sind es ungefähr 1,6 Milliarden Menschen, für die der Fastenmonat eine besondere Bedeutung hat. Schwangere Frauen, kranke Menschen und Kinder müssen laut Koran nicht an dem Fasten-Ritual teilnehmen. Auch Reisende sind von der Teilnahme am Ramadan befreit. Diese müssen allerdings die verpassten Fastentage nachholen.

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Ab 18. Juni beginnt der Fastenmonat Ramadan.

Ab 18. Juni beginnt der Fastenmonat Ramadan. Bild: fotolia.com/midosemsem

Der Zeitraum des Fastenmonats wird durch den islamischen Mondkalender bestimmt

Der Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender. In diesem soll der Koran, die Heilige Schrift des Islam, zu den Menschen herabgesandt worden sein. Für die Festsetzung des Ramadan wird der Mondzyklus zu Grunde gelegt. Er verschiebt sich jedes Jahr um 10 bis 11 Tage. Deshalb verschiebt sich das Fasten immer weiter in den Sommer hinein. 2015 beginnt der Fastenmonat am 18. Juni und endet am 16. Juli mit dem Abend des Fastenbrechens, auch Zuckerfest genannt.

Den ganzen Tag nichts trinken - ist das strenge Fasten im Sommer gefährlich?

Die tägliche Fastenzeit ist im Sommer extrem lang. Vom Tagesanbruch bis zum Sonnenuntergang können da schonmal 17 bis 18 Stunden vergehen. Und das Fasten muss dann über vier Wochen durchgehalten werden. Durch den Wassermangel in der Hitze tagsüber haben viele mit Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übellaunigkeit und allgemeinem Unwohlsein zu kämpfen. Muslimische Ärzte plädierten deshalb in der Vergangenheit immer wieder für eine Lockerung des strengen Gesetzes und schlugen eine leichte und gesunde Ernährung während des Fastenmonats vor. Dies wurde von muslimischen Verbänden stets aufs Schärfste zurückgewiesen.

Das warme Wetter stelle jedoch ein Austrocknungsrisiko dar, so Turan Buzgan von den Deutsch-Türkischen Nachrichten. Zudem könnten Fastende ein Problem mit der Verdauung bekommen, wenn sie nach Stunden des Fastens schwere Mahlzeiten zu sich nehmen würden. In den arabischen Golfstaaten gelten im Ramadan deshalb verkürzte Arbeitszeiten, um die berufstätigen Menschen zu entlasten.

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