15.06.2015, 10.33 Uhr

Zirkus-Direktor bezieht Stellung: Zirkus vs. Tierschützer: Das passiert nun mit dem Elefanten "Baby"

Diese Aufnahme zeigt den Zirkuselefanten Baby im Zirkus in Winnenden.

Diese Aufnahme zeigt den Zirkuselefanten Baby im Zirkus in Winnenden. Bild: dpa

Zirkus-Chef Mario Frank spielt vergangene Vorfälle runter

Junior-Chef Frank spielt diese Vorfälle herunter. "Diese angeblichen Vorfälle mit 'Baby' wurden alle aufgebauscht. Dem Jungen wurde gar nicht der Kiefer gebrochen", beteuert er. "Was aber immer vorkam, war, dass Tierschützer sich Zugang zu den Käfigen verschafften. In diesem Fall nun wurde die Stallung aufgeschnürt, der Stromnetzstecker für den Weidezaun wurde rausgezogen und der Zaun durchgeschnitten."

Gutachten zeigt: Elefanten-Dame "Baby" hat Verhaltensneurose

Dennoch zeige die Elefantendame Anzeichen einer starken Verhaltensneurose, teilte Diplom-Biologe Tobias Dornbusch mit, der sich seit 20 Jahren mit Elefanten beschäftigt und sich für die European Elephant Group engagiert. Vor zwei Monaten erstellte der Experte ein Gutachten über Baby. Dabei stellte sich heraus, "dass dieser Elefant gefährlich ist" und dies ein "Indikator für schlechte Haltung" sei.

Peta fordert Wildtierverbot im Zirkus

Die Tierschutzorganisation Peta hatte den Zirkusbetreibern in der Vergangenheit mehrfach nicht artgerechte Haltung vorgeworfen. "Die Tiere werden für die Dressur geschlagen und gequält", kritisiert Peta-Wildtierexperte Peter Höffken. "Alle 50 Zirkuselefanten, die es noch in Deutschland gibt, sind tickende Zeitbomben." Peta fordert ein grundsätzliches Wildtierverbot im Zirkus.

Auch interessant: Afrika-Safari: Wenn der Traum zum Albtraum wird.

Elefantenkuh "Baby" soll doch nicht in den Serengeti-Park

Nach dem Unglück in Buchen hatte ein Zirkus-Mitarbeiter den Elefanten beruhigt und ins Zirkuszelt zurückgebracht. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden alle geplanten Vorstellungen des Zirkus in Buchen abgesagt, der Zirkus wolle die Stadt verlassen. Die Elefantenkuh soll nun in einen Tierpark kommen. Zuerst hieß es, das Tier soll im Serengeti-Park im niedersächsischen Hodenhagen ein neues Zuhause finden. Der Zirkusbetreiber habe sich aber am Sonntag anders entschieden, sagte ein Polizeisprecher. "Es geht aber in einen anderen Park", sagte ein Sprecher. Den Namen des Parks wollte der Beamte nicht nennen. "Sonst geht es dort ab mit den Tierschützern."

Seiten: 123
Fotostrecke

Diese Tiere fressen Menschen

Unwetter-Warnung aktuell im JuliWetter in Europa im Juli 2019Meghan MarkleNeue Nachrichten auf der Startseite