01.06.2015, 11.26 Uhr

Gefährliche Katzenkratzkrankheit: Frau erblindet nach Schmusen mit Katze

Dass unsere geliebten Haustiere neben Flöhen auch die ein oder andere Krankheit übertragen können, ist ja eigentlich bekannt - auch wenn es oft ausgeblendet oder ignoriert wird. Schließlich will man mit seinen flauschigen Lieblingen auch ab und zu mal knuddeln. Einer Frau aus dem US-Bundesstaat Ohio wurde der Liebesbeweis ihrer Katze Roux hat keine Beine, aber viele Fans.

Vorsicht beim Knuddeln: Haustiere können Erreger übertragen.

Vorsicht beim Knuddeln: Haustiere können Erreger übertragen. Bild: Patrick Pleul/dpa

Die Katze trug die gefährlich Katzenkratzkrankheit in sich

Ihr Stubentiger litt nämlich an der sogenannten Katzenkratzkrankheit. Diese wird durch den Erreger Bartonella henselae übertragen. Die Krankheit sollen über 40 Prozent aller Katzen in sich tragen. Für die Katzen selbst ist der Virus weitgehend ungefährlich und die Tiere zeigen keinerlei Symptome. Für den Menschen kann die Krankheit aber höchstgefährlich werden und schwere Erkrankungen hervorrufen.

Die Frau glaubte erst an eien Bindehautentzündung - wenig später erblindete sie

Die Frau aus Ohio erkrankte, weil sie von ihrer Katze über das Gesicht geschleckt wurde. Wenig später rötete sich ihr linkes Auge - sie glaubte zunächst an eine simple Bindehautentzündung. Dann aber stellte sich heraus, dass sie sich mit dem Katzenkratzvirus infiziert hatte. Ein Besuch beim Arzt brachte die Diagnose. Zu spät. Ihr Auge konnte nicht mehr gerettet werden und die Katzenliebhaberin erblindete.

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Die Katzenkrankheit kann für den Menschen höchstgefährlich werden

Die Krankheit, auch Katzenkratzfieber oder Katzenkratzlymphadenitis genannt, kann bei der Übertragung auf den Menschen neben Augeninfektionen auch Leberschädigung und Hirnhautentzündungen hervorrufen. Beim Kuscheln mit den geliebten Schmusetigern sollte man also Vorsicht walten lassen. Besonders bei Kindern sollte auf Hygiene geachtet werden, denn diese erkranken am häufigsten an der Katzenkratzkrankheit. Einmal ausgebrochen und gut behandelt, klingt die Krankheit übrigens in den meisten Fällen im Zeitraum von ein bis zwei Monaten wieder ab.

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gea/zij/news.de
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