20.05.2015, 15.40 Uhr

Willkommen auf Twitter, Nigger!: Obama wird im Social Web zum Rassismus-Opfer

Von news.de-Volontärin Anne Geyer

Ob sich Seit neuestem hat der Präsident der Vereinigten Staaten einen Twitter-Account unter dem Namen "POTUS" ("President of the United States"). Die Zahl seiner Follower ist bereits auf ein stolzes Sümmchen von 2,16 Millionen angewachsen. Doch es gibt auch Leute, die das anonyme soziale Netzwerk nutzen, um ihre fehlplatzierten rassistischen Kommentare loszuwerden.

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Barack Obama ist jetzt auch auf Twitter. Sein User-Name ist

Barack Obama ist jetzt auch auf Twitter. Sein User-Name ist "POTUS". Bild: Jane Rosenberg/dpa

Die rassistischen Beleidigungen ließen nach der Anmeldung nicht lang auf sich warten

Bereits zehn Minuten nach Obamas Anmeldung auf Twitter regnete es wüste Beschimpfungen. Das beliebteste darunter ist die Beleidigung "Nigger". Ein Nutzer schrieb: "fuck off nigger" und ein anderer: "Ich hoffe, du bekommst Krebs, Nigger". Dieses Profil wurde bereits wenig später gelöscht. Ein Twitter-User postete: "Wie nennt man den ersten farbigen Präsidenten der Vereinigten Staaten? - Nigger". Andere User schrieben: "Hör auf ein Nigger zu sein, es ist furchtbar" sowie "Das Banner ist gut geworden. Wolltest jeden wissen lassen, dass du ein kommunistischer Nigger bist, wie?"

Präsident Obama wurde auf Twitter wüst beschimpft.

Präsident Obama wurde auf Twitter wüst beschimpft. Bild: dpa

Neben rassistischen Beleidigungen gab es auch Morddrohungen

Die Beleidigungen waren zahlreich und allesamt diskriminierend. Neben Mordandrohungen wie "Ich werde dich eines Tages töten" und "Rope for Change", das zusammen mit einem Bild gepostet wurde, auf dem Obama gehängt wird, gab es auch sexuelle Anspielungen wie "Schwuchtel".

Rassismus in den USA tief verwurzelt

Die Reaktionen zu Obamas Twitter-Account machen einmal mehr den tiefverwurzelten Rasssismus in den USA deutlich. Der Präsident wurde weder wegen seiner Staatsführung noch wegen eines politischen Konzepts kritisiert, sondern schlichtweg rassistisch angefeindet. Während Obama Rassismus kennt - er selbst hat darunter nach eigenen Angaben immer wieder gelitten -, stellt sich die Frage, ob er über das Ausmaß der Anfeindungen im Social Media nicht doch ein wenig geschockt ist. Aufs Schärfste zu verurteilen sind die rassistischen Beleidigungen allemal.

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gea/zij/news.de
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