25.03.2015, 08.30 Uhr

Germanwings-Absturz in Frankreich: NRW-Schulklasse wäre beinahe nicht an Bord gegangen

Noch immer ist die Absturz-Ursache nicht geklärt.

Noch immer ist die Absturz-Ursache nicht geklärt. Bild: dpa

Am Tag nach dem Absturz des Germanwings-Flugzeugs mit einer Schülergruppe aus dem westfälischen Haltern sind am Morgen die ersten Schüler und Lehrer an dem betroffenen Gymnasium eingetroffen. 16 Mitschüler und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums waren an Bord der Unglücksmaschine, die über den französischen Alpen abgestürzt ist. Seit dem Abend waren auf der Schultreppe immer mehr Kerzen angezündet worden, am Mittwochmorgen brannte auf den Stufen ein Lichtermeer. Ein Schild mit der Aufschrift "Gestern waren wir viele. Heute sind wir allein" steht auf dem Schulhof an eine Tischtennisplatte gelehnt.

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Schwere Flugzeugunglücke der vergangenen Jahre
Abstürze mit mehr als 100 Todesopfern
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Flugzeugabsturz gestern: Bestürzung in Haltern am See

Nach Bekanntwerden des Unglücks war der Unterricht am Dienstagnachmittag abgesagt worden. An diesem Mittwoch ist die Schule aber wieder geöffnet. Es werde Gelegenheit geben, über das Schreckliche zu sprechen, hatte der Bürgermeister angekündigt.

Mehr zum Thema: Alle 150 Insassen tot - Flugschreiber gefunden!

Trauer am Düsseldorfer Flughafen. Derzeit werden zahlreiche Angehörige und Freunde der Opfer des Germanwings Flugzeugabsturzes in abgesperrten Bereichen versorgt. Notfallseelsorger und Rettungskräfte sind vor Ort und kümmern sich um die Betroffenen.

Germanwings-Absturz Südfrankreich: Keine Überlebenden, alle 150 Insassen tot

An Bord der Maschine waren laut Germanwings insgesamt 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder. "Es gibt keinen Überlebenden", zitierte die Zeitung "Le Figaro" den französischen Verkehrsstaatssekretär Alain Vidalies. Zu den 67 deutschen Opfern zählen auch die 16 Schüler und 2 Lehrer des Gymnasiums im westfälischen Haltern. Sie waren auf dem Rückweg von einem Austausch bei Barcelona. Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel sprach vom "schwärzesten Tag in der Geschichte der Stadt".

Abstürze von Airbus-Maschinen
Kaum Überlebenschance
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Flugzeugabsturz Frankreich: Schulklasse aus Haltern am See wäre beinahe nicht rechtzeitig an Bord gewesen

Dabei hätte beinahe das Missgeschick einer einzelnen Schülerin das Schicksal der gesamten Schulklasse aus NRW geändert. Wie die britische "Daily Mail" berichtet, hatte jene Schülerin ihren Reisepass bei der Gastfamilie vergessen. Doch "zu früh" bemerkte sie das Fehlen des Dokumentes. Sofort fuhr sie mit ihrer Gastfamilie noch einmal nach Hause, um den Reisepass zu holen. So dass die Schulklasse aus Haltern am See doch noch rechtzeitig in den Unglücksflieger steigen konnte.

Über Südfrankreich ist kurz nach 9 Uhr eine Germanwings Maschine aus bisher ungeklärten Gründen abgestürzt. Germanwings bestätigte das Unglück und hat eine erste Presseerklärung herausgegeben.

Vor dem Flugzeugabsturz in Frankreich: Schülerin hatte Reisepass vergessen

Eine spanische Schülerin sagte der "Daily Mail": "Ein deutsches Mädchen hatte seine Tasche mit all seinen Dokumenten bei der Gastfamilie vergessen ... Und weil sie den Rest der Gruppe nicht länger aufhalten wollte, nahm die Familie sie mit zum Flughafen, damit sie noch den Flug erwischen konnte."

16 Mitschüler und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums waren an Bord der Unglücksmaschine.

16 Mitschüler und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums waren an Bord der Unglücksmaschine. Bild: dpa

Welch eine tragische Fügung des Schicksals. Nie hat man es jemandem mehr gewünscht, dass er es nicht rechtzeitig zum Flughafen geschafft hätte.

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fro/news.de/dpa
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