24.12.2014, 08.00 Uhr

Der Glaube als Gefahr: Von Gehirnwäsche bis Massenmord: So gefährlich sind Sekten

Von news.de-Redakteurin Juliane Ziegengeist

Das Logo der Scientology-Organisation: Diese Sekte wurde vor allem durch ihre prominenten Mitglieder weltweit bekannt.

Das Logo der Scientology-Organisation: Diese Sekte wurde vor allem durch ihre prominenten Mitglieder weltweit bekannt. Bild: dpa

Beim Wort Sekte fällt einem als erstes wahrscheinlich Scientology ein. Durch berühmte Mitglieder wie Tom Cruise und John Travolta oder bekannte Aussteiger wie Leah Remini ist sie die wohl bekannteste Sekte der Welt. Ihr Ruf ist zweifelhaft. In Deutschland steht Scientology sogar unter Beobachtung des Verfassungsschutzes - wegen antidemokratischer Tendenzen, wie es heißt.

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Scientology: Kritiker prangern Gehirnwäsche und finanzielle Ausbeutung an

Kritiker werfen Scientology vor, seine Mitglieder finanziell und geistig auszubeuten. Wer der verordneten Selbstoptimierung, die den Lehren des Kultgrüners L. Ron Hubbard entspringt, abtrünnig wird, landet schlimmstenfalls in Camps, die einem Straflager gleichkommen. Doch Scientology ist nicht die einzige Sekte, die ihre Mitglieder systematisch manipuliert und terrorisiert.

Aleph alias Amu beschwört mit Giftanschlag die Apokalypse herauf

So gilt die japanische Sekte Aleph als die gefährlichste der Welt. In der EU ist sie als Terrorvereinigung eingestuft, ihr Anführer Shoko Asahara wurde zum Tode verurteilt, seine Hinrichtung steht noch aus. Die als Aum-Sekte bekannt gewordene Gruppierung zeichnet für einen Giftgasanschlag in der Tokioter U-Bahn 1995 verantwortlich, bei dem 13 Menschen starben.

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Ziel war die Anzettelung des dritten Weltkriegs mit anschließender Apokalypse, bei der nur die Sektenmitglieder übrig bleiben sollten. Bei polizeilichen Untersuchung im Nachgang des Anschlags wurden in Kamikuishik etwa 50 Menschen entdeckt, die nach Gehirnwäsche und Drogenexperimenten in komaähnlichen Zuständen lagen.

Sekten im Wandel der Zeit: Harmlose Spinner oder gefährliche Fanatiker?

Trotz der Gräueltaten existiert die Sekte bis heute, sagte sich vom verurteilen Asahara jedoch los. Laut dem japanischen Innenministerium gibt es über ein Dutzend örtliche Aum-Zentren, die Zahl der geheimen Stützpunkte weltweit ist nicht bekannt. Dabei gilt für sie wie auch für andere Sekten: Die Vereinigungen passen sich immer stärker an Umweltbedingungen an.

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