13.11.2014, 13.37 Uhr

«Nicht reanimieren!!!»: Oma (91) lässt sich letzten Willen auf die Brust tätowieren

Ihren letzten Willen ließ sich die Oma aus Holland auf die Brust tätowieren.

Ihren letzten Willen ließ sich die Oma aus Holland auf die Brust tätowieren. Bild: Facebook/ Milligans

Wer sich mit stolzen 91 Jahren noch ins Tattoo-Studio wagt, dem sollte man von vornherein schon einmal großen Respekt zollen. Wer nun aber wie die Niederländerin Nelly Bolten einen so extravaganten Wunsch im Gepäck hat, dem dürfte man nur mit Staunen begegnen.

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Nelly Bolten gönnt sich «Nicht reanimieren!!!»-Tattoo

Denn die 91-Jährige hegte den Wunsch, ihre Patientenverfügung - sozusagen - fortan immer bei sich zu tragen. Schwarz auf Haut direkt auf der Brust. Gesagt, getan. Im Studio Milligans in Den Haag wird ihr dieser Wunsch erfüllt. «Nicht reanimieren!!! Ich bin 91+» ist nun auf ihrem Brustkorb zu lesen.

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Nelly Bolten will nicht an Bett oder Rollstuhl gefesselt sein

«Ich möchte nicht wiederbelebt werden, falls etwas Schlimmes passiert», erklärte Nelly Bolten gegenüber einer niederländischen Nachrichtenseite. Derzeit sei die 91-Jährige zwar noch fit und erfreue sich bester Gesundheit, aber im Falle eines Falles möchte sie nicht an ein Bett oder einen Rollstuhl gefesselt sein.

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Gute Idee, die leider nichts bringt

Doch auch wenn das Tattoo von Oma Nelly clever erscheint, gibt es einen entscheidenden Haken: Es hat keine Gültigkeit. Denn die Rechtslage in den Niederlanden besagt, dass ein Patient, der keine Wiederbelebung wünscht, entweder eine Patientenverfügung bei sich haben oder ein spezielles Medaillon mit Namen, Foto und Geburtsdatum um den Hals tragen muss.

Sie ist 91 und möchte, sollte der Fall eintreten, nicht reanimiert werden.

Sie ist 91 und möchte, sollte der Fall eintreten, nicht reanimiert werden. Bild: Facebook/ Milligans

«Im Fernsehen habe ich aber gesehen, dass bei Wiederbelebungen Sanitäter nicht nach Medaillons suchen», so Nelly Bolten, «dann spielt sich alles in Sekunden ab.» Genau aus diesem Grund hat sie Angst, dennoch wiederbelebt zu werden. Ihre Tätowierung schien ihr deswegen die einzige Möglichkeit zu sein, Ärzte und Sanitäter zumindest zu stoppen.

Wie dem auch sei: Hut ab! Ein solch mutiges Tattoo verdient Respekt!

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fro/news.de
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