28.07.2014, 08.00 Uhr

Ramadan-Ende 2014: Das Fastenbrechen hat begonnen: Muslime feiern Zuckerfest

Von news.de-Redakteurin Juliane Ziegengeist

Fastenbrechen 2014 hat begonnen: Muslime feiern mit Zuckerfest drei Tage Ende des Ramadan

Für Milliarden Muslime weltweit hat heute das große Schlemmen begonnen: Vom 28. Juli 2014 an wird das Ende des Fastenmonats Ramadan mit dem Fest des Fastenbrechens gefeiert. In vielen arabischen Ländern erstreckt sich die Eid al-Fitr genannte Feierlichkeit über drei Tage. Gläubige treffen sich zu Gebeten und Predigten, besuchen Verwandte und Freunde, um nach 29 bzw. 30 Tagen des Fastens endlich wieder gemeinsam zu essen und zu trinken.

Mit dem Fest des Fastenbrechens wird auch 2014 das Ende des Ramandan groß gefeiert.

Mit dem Fest des Fastenbrechens wird auch 2014 das Ende des Ramandan groß gefeiert. Bild: dpa

Seit dem 28. Juni 2014 lebten Muslime nach den strengen Regeln des Ramadan. Der Fastenmonat, der sich nach dem islamischen Mondkalender richtet und im Koran verwurzelt ist, macht es zur Pflicht eines jeden gläubigen Muslimen, in dieser Zeit auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr zu verzichten. Das Verbot gilt zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, es darf sich also nur des nachts gestärkt werden.

Wie gefährlich ist der Ramadan für die Gesundheit? Mehr dazu hier!

Gläubige in der Sehitlik Moschee in Berlin: Das Fest des Fastenbrechens beginnt mit einem Festgebet am Morgen.

Gläubige in der Sehitlik Moschee in Berlin: Das Fest des Fastenbrechens beginnt mit einem Festgebet am Morgen. Bild: dpa

Fest des Fastenbrechens: Ende des Ramadan 2014 mit großem Essen gefeiert

Der Neumond markiert den Abschluss des Ramadan 2014, der drei Tage lang mit dem Fastenbrechen gefeiert wird. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits in den letzten Fastentagen auf Hochtouren. Denn die Tafel beim zweitgrößten Fest des Islam nach dem Opferfest soll reich gedeckt sein. Im Kreise der Familie und Freunde werden Spezialitäten des jeweiligen Landes, vor allem aber Süßigkeiten verspeist. Deshalb spricht man auch vom Zuckerfest.

Festgebet am ersten Tag nach dem Ramadan 2014 ist wichtige religiöse Pflicht

Noch wichtiger als das Essen ist aber das Festgebet am Morgen, mit dem das Fastenbrechen 2014 eingeläutet wird. Es findet etwa eine Stunde nach Sonnenaufgang am ersten Tag des Schauwal statt, dem ersten Monat nach dem Ramadan 2014. Die Männer und Frauen kleiden sich dafür in der Regel besonders festlich, bevor sie für Gebet und Predigt in die Frieitagsmoschee gehen oder einen offenen Gebetsplatz aufsuchen.

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Feiertag: Während des Fastenbrechens 2014 sind Schulen und Ämter geschlossen

Schulen, Universitäten, Banken und öffentliche Behörden sind während des Fastenbrechenfestes geschlossen. Denn das Ende des Ramadan ist in islamischen Ländern ein Feiertag. Auch die meisten Geschäfte öffnen in dieser Zeit nicht. In Deutschland können sich Muslime in einzelnen Bundesländern für das Fastenbrechen freistellen lassen. So ist es Schülern in Rheinland-Pfalz erlaubt, am 1. Schauwal nicht zum Unterricht zu erscheinen.

Ramadan 2015 beginnt früher, Fastenmonat für alle Muslime bindend

Im Jahr 2015 beginnt der Ramadan noch früher als in diesem Jahr. Dann startet der islamische Fastenmonat in den meisten Ländern bereits am 18. Juni 2015. Er verschiebt sich jedes Jahr um 10 bis 11 Tage und kann auch geografisch leicht variieren. Für etwa 1,5 Milliarden Muslime ist es dann wieder ihre religiöse Pflicht, sich in Selbstdisziplinierung und Enthaltsamkeit zu üben. In Deutschland leben 3,8 bis 4,3 Millionen Muslime.

Ganz oben steht der Verzicht auf Essen, Trinken und Sex. Doch auch auf Lügen und Beleidigungen jeglicher Art sind zu unterlassen. Der Ramadan soll nämlich auch eine Zeit des Friedens und Miteinanders sein. Wer seine Fastenpflichten verletzt, kann bestraft werden. Denn das Nichteinhalten ist in vielen islamischern Staaten verboten. Ausgenommen sind Schwangere, Kranke und Kleinkinder.

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jag/news.de
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Kommentar Nr. 6 – 30.07.2014 15:09

von Karl-Heinz Kasch

@2+3: Hä?. Was haben Muslime + Nazis mit einander zu tun? Spielen Sie auf die antisemitischen Ausschreitungen an? Waren das Nazis? Ich verstehe den Zus.hang nicht! "So ist es Schülern in Rheinland-Pfalz erlaubt, am ersten Schauwahl nicht...zu erscheinen." Wieviel "Urlaub" haben denn Schüler in D.? Außerdem schere ich nicht alle über einen Kamm. Das überlass' ich anderen. Gibt es nicht eine Trennung zw. Staat + Kirche? Ist Schule nicht eine hoheitliche Aufgabe? Es sei denn, es sind "religiöse Schulen"!! An welchen Tagen ist es denn dt. Schülern erlaubt:"...nicht zum U. zu erscheinen."?

Kommentar Nr. 5 – 30.07.2014 13:18

von Karl-Heinz Kasch

@2+3: Was bitte stimmt an den Bsp. nicht? Wenn ein (muslim.) Mann mit 3/4 Frauen in D. ankommt, werden die "Ehen" anerkannt! Die muslim. Feiertage gelten hier...nicht." Noch nicht! Es kommt aber! Genauso wie das dt. Tierschutzrecht unterlaufen wird (Halal)! Auch das Vermummungsverbot wird unterlaufen. Darf ich z.B. mit einem Motorradhelm in eine Bank? Wie sieht es mit Kinderehen (Pädophilie) aus+ offiziell im TV gezeigt, als "kulturelle Bereicherung"! Zum Scheidungsrecht: Es stimmt nicht, was sie sagen! Wenn 3x gesagt wird: Ich verstoße Dich! wird das von dt. Gerichten anerkannt! Usw., usf.

Kommentar Nr. 4 – 28.07.2014 16:21

von O.G.

Jedem Sein Glaube als Halt im Leben... Aber "vor und nach dem Sonnenuntergang" wäre dann wohl 24 Stunden, oder? Und zu Karl-Heinz: Die Südstaatler mit dem katholischen Glauben (B, BW, SA usw.) haben 5 bis 8 mehr Feiertage als die Deppen im Norden. Ist das normal? OG

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