20.05.2014, 08.00 Uhr

Sexy oder Sexismus?: Ab welcher Rock-Kürze frau eine Schlampe ist

Auf dem Bein einer Frau zeigt Rosea Lake, welche Vorurteile mit einer bestimmten Rocklänge häufig verbunden sind.

Auf dem Bein einer Frau zeigt Rosea Lake, welche Vorurteile mit einer bestimmten Rocklänge häufig verbunden sind. Bild: news.de-Screenshot (Tumblr/RoseaPosey)

Die 17-jährige Amerikanerin Clare wollte auf ihrem Abschlussball mit ihren Freunden eine Riesensause feiern. Doch die Party dauerte für sie gerade einmal 15 Minuten. Dann wurde sie von den Organisatoren gebeten, die Feier zu verlassen. Nein, Clare hatte keinen über den Durst getrunken, randaliert oder herumgepöbelt. Der Grund für den Platzverweis war ihr Outfit.

Rock zu kurz: US-Schülerin muss Abschlussball verlassen

Ihr silbern funkelndes Kleid war den Verantwortlichen offenbar zu kurz, wie «storyfilter.com» schreibt. Die Väter von Clares Mitschülerinnen hätten sie deshalb unentwegt angestarrt. Auch ihr Tanzstil sei aufreizend. Die Konsequenz: Sie müsse gehen.

Clare machte ihrem Ärger darüber in einem Blogpost namens «Fuck The Patriarchy» Luft. «Kann es wirklich sein, dass ich rausgekickt wurde, bloss weil die Ehemänner der Veranstalterinnen das Gefühl hatten, mein Körper sei etwas, über das sie verfügen dürften?», eine Sexismus-Debatte im prüden Amerika. Die meisten Kommentatoren stellen sich auf die Seite von Clare. Diese beweist mit einem Foto, dass sie sich an den Dresscode des Abends gehalten habe. Der besagte, dass Rock oder Kleid mindestens so lang sein müssen, wie die eigenen Fingerspitzen bei am Körper anliegenden Armen reichen.

Im Zusammenhang mit der Debatte, wie kurz ein Rock denn nun sein darf, macht derweil eine Darstellung der Studentin Rosea Lake die Runde. Sie hatte bereits 2013 im Rahmen der Demonstrationen gegen sexuelle Gewalt an Frauen größere Bekanntheit erlangt. Die Design-Schülerin illustriert darauf, mit welchen Vorurteilen junge Frauen aufgrund ihrer Rocklänge häufig konfrontiert werden.

Rock-Skala reicht von «prüde» bis «Hure»

Knielänge gilt demnach gemeinhin als «angemessen». Alles darüber fällt wahlweise in die Schubladen «prüde» oder «altmodisch». Wer seinen Rock hingegen kürzer trägt, etwa auf Höhe der Oberschenkelmitte, wird als «frech» wahrgenommen. Von hier ist frau schließlich nicht mehr weit davon entfernt, als «Schlampe» oder gar «Hure» abgestempelt zu werden.

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zij/iwi/news.de
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